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8 Mai Gedenkveranstaltung in Deutz

Foto: Erinnerungstafel an am alten Messeturm, Köln Deutz Quelle wikipedia
75 Jahrestag der Befreiung vom NS Regime
Gedenkkundgebung 18 Uhr am Alten Messeturm in Köln Deutz (unmittelbar am Bahnhof Deutz /Rhein)
Von 1942 - 1944 befand sich auf dem Messegelände in Köln Deutz ein Aussenlager des KZ Buchenwald.
Über das Lager in Deutz hat das NS- Dokumentationszentrum geschrieben:
Bezeichnung des Gebäudes: Messegelände , Messeturm

Eigentümer: Stadt Köln

Funktion: 3. SS-Baubrigade, Konzentrationslager (Außenlager des KZ Buchenwald) - 1944/45 Lager für Arbeitsunwillige

Zeitraum: Sept. 1942 - Mai 1944

Belegschaftsstärke: vgl. unten; 100-300
Sept.1942: ca. 300, Okt.1942: 800, Dez.1942: 1000-800; 1. Hälfte 1943: durchschn. 300-400; März 1944: 988

Nationalität: Polen, Ukraine

Berlin: Der zentrale Staatsakt in Berlin entfällt wegen Corona ersatzlos.Die weltweiten Feiern heute und am 9.Mai (Russland) stehen wie auch in Köln, meist unter den besonderen Bedingungen der Coronaauflagen.
Aufgerufen hat in Köln ein "internationalistisches Bündnis"
 
Kernaussage des Schwures von Buchenwald ist:

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden und ihren Angehörigen schuldig“

 
Stadt Köln erinnert an die Befreiung durch US-Truppen 1945

Die Stadt Köln gedenkt am heutigen 8. Mai dem Kriegsende in Köln und in Europa. Vor 75 Jahren wurde Köln von US-Truppen befreit. Zur Erinnerung an die Befreiung und zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges werden die Flaggen der Stadt Köln, der Vereinigten Staaten, des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Europa-Fahne am Historischen Rathaus gehisst.

Mit ihrem Sieg öffneten die westlichen Alliierten uns den Weg – brachten die Freiheit und Demokratie zurück nach Europa. Dafür gebührt ihnen unser Dank. Seit 75 Jahren erleben wir in Europa Frieden und Wohlstand. Mit dem heutigen Tag des Gedenkens und dem morgigen Europatag bekennen wir uns zur westlichen Wertegemeinschaft. Die Kraft des vereinigten Europas nach innen und außen ist die wichtigste Lehre aus den Gewalterfahrungen des letzten Jahrhunderts

so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.
Anlässlich des Gedenktages betont die US-Generalkonsulin in Düsseldorf, Fiona Evans:

Am diesjährigen 75. Jahrestag wollen wir uns an die Lehren der Vergangenheit erinnern und uns umso mehr für eine intensivere Zusammenarbeit einsetzen.

Der 1945 geschlossene Frieden wurde zum Wegbereiter für die Staatengemeinschaft Europas. Jochen Pöttgen, Leiter EU-Regionalvertretung:

Als der Schrecken des Zweiten Weltkriegs sein Ende fand, setzte sich der Kölner Konrad Adenauer für ein friedliches Miteinander der ehemaligen Feinde ein. Er war einer der Gründerväter Europas und erkannte, dass Deutschland nur in einem vereinten Kontinent eine erfolgreiche Zukunft haben würde.

Kriegsende(n) in Köln
Nachdem die US-Truppen am frühen Nachmittag des 6. März 1945 den Dom und das linke Rheinufer erreicht hatten, war der größte Teil des Kölner Stadtgebiets befreit. Da aber sämtliche Rheinbrücken zerstört waren – die Hohenzollernbrücke war als letzter verbliebener Rheinübergang um 12 Uhr des gleichen Tages von Wehrmachtssoldaten gesprengt worden – dauerte es weitere sechs Wochen, bis Mitte April 1945 auch die rechtsrheinischen Stadtteile schrittweise von den Alliierten besetzt wurden. Am 8. Mai 1945 schwiegen die Waffen dann in ganz Europa.
Die Stimmung in Köln hatte vor dem Einmarsch der alliierten Truppen zwischen Verzweiflung und Hochstimmung, Vorfreude auf das ersehnte Ende der Luftangriffe und Angst vor einer völlig ungewissen Zukunft geschwankt. NSDAP-Gauleiter Grohé hatte gefordert, die Stadt "bis zum Letzten" zu verteidigen. Als die US-Truppen am 5. und 6. März auf das Stadtzentrum vorrückten, waren sie daher erstaunt, auf wie wenig Widerstand sie stießen. Es dominierten weiße Fahnen, und die noch in der Stadt Ausharrenden waren erleichtert, dass mit der Ankunft der Sieger endlich auch das Ende des Bombenkriegs gekommen war.
Zu diesem Zeitpunkt war Köln – neben Dresden, Hamburg und Berlin eine der am stärksten zerstörten deutschen Großstädte – nahezu eine "tote" Stadt. Mehr als 90 Prozent der Bewohner hatten das Stadtgebiet verlassen, waren fortgezogen, evakuiert worden, geflohen oder umgekommen. Die Zurückgebliebenen fristeten ihr Leben in Kellern und Luftschutzräumen der Trümmerwüste. 262 Luftangriffe hatten etwa 70 Prozent der ehemals rund 58.000 Häuser mit ihren 252.000 Wohnungen zerstört oder unbewohnbar gemacht. Die gesamte städtische Infrastruktur lag am Boden, Strom, Wasser und Gas gab es nicht mehr. Bis zu 20.000 Menschen hatten zwischen Mai 1940 und April 1945 auf Kölner Boden den Tod gefunden.
Gedenkveranstaltung der katholischen Kirche entfällt Quelle Domradio:
Die coronabedingte Absage des großen Gedenkens mit „LUX IN TENEBRIS“, das von vielen Künstlern und allen Mitwirkenden mit viel Herzblut vorbereitet worden sei, sei eine schmerzliche Entscheidung gewesen, berichtet Kleine. Doch im kommenden Jahr solle die Aufführung unter der Überschrift „75+1“ realisiert werden – „in der Hoffnung, dass die Corona-Krise dann hinter uns liegt und wir im Rückblick zusätzlich der vielen ,Licht‘-Momente, die dieses aktuelle Krisenjahr mit dem vielfältigen Engagement der Menschen für Hilfebedürftige, Alte und Einsame zutage gebracht hat, gedenken können‘, so der Stadtdechant Robert Kleine gegenüber dem Dormradio. „Die Überwindung dieser akuten Pandemie könnte dann zu einem bewussten Teilaspekt einer solchen Feier werden, in die vor allem auch unser Dank mündet, nun wieder nach vorne schauen zu können.“
 

 

 

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