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200 Jahre Karl Marx

In Trier gibt es eine Reihe Verabstaltungen um den runden Geburtstag von Karl Marx. Viel beachtet und gegen den Widerstand der Konservativen und der Reaktion durchgesetzt, die Marx Statue aus der VR China. Es gibt ein Rahmenprogramm hier zum Beispiel das Angebot der Deutschen Kommunistischen Partei und deren Jugendorganisation
SDAJ und DKP laden ein
Freitag, 4. Mai
Ab 20 Uhr: „Ein Prost auf Marx!“
Komplex – Infoladen Trier
Samstag, 5. Mai
Ab 9.30 Uhr: Antikapitalistische Demonstration, Viehmarktplatz, Abschluss gegen 11 Uhr am Porta-Nigra-Platz
Ab 13 Uhr: Konferenz „Marx hat Zukunft“, Bürgerhaus Trier-Nord
Aus dem Programm: Daniel Bratanovic „Kein Klassenkampf ohne Marx“, Jan von Hagen „Gesundheit ist eine Klassenfrage“, Jürgen Lloyd „Warum es nicht reicht, das Bestehende abzulehnen“, Patrik Köbele „Marx wird Zukunft haben“
Ab 18. 30 Uhr – Sonja Gottlieb singt Arbeiter- und Friedenslieder
Ab 19 Uhr – Premierenlesung: „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus und wir“, die SDAJ stellt ihre Einführung in den Marxismus vor
Ab 20 Uhr: „Musikandes“ singen Lieder aus Chile
Sonntag, 6. Mai
Ab 12 Uhr: Stadtrundgang auf den Spuren von Marx. Treffpunkt Porta-Nigra-Platz
Ab 19 Uhr – „Die Grenzgänger“: Die Lieder des jungen Karl Marx, TUFA Trier

Das ausführliche Programm ist unter marxgeburtstag.de zu sehen
 
Der DGB Trier lädt Ende Mai zu einer Veranstaltung:

Marx heu­te: Ka­pi­tal, Geld und Wa­re

Karl Marx konnte im 19. Jahrhundert mit seiner „Kritik der politischen Ökonomie“ die sozialen Bewegungen prägen wie kein anderer. Als zentrale Gestalt der Arbeiterbewegung ging er den ökonomischen Bedingungen der „kapitalistischen Produktionsweise“ auf den Grund – einer Wirtschaftsweise, die damals erst am Anfang ihres globalen Siegeszugs stand. Was aber können wir heute noch von Marx lernen?
Die DGB-Region Trier, der DGB-Kreisverband Trier-Saarburg und der DGB-Stadtverband Trier laden Johannes Schillo und Uwe F. Findeisen, Autoren des Sammelbands „Zurück zum Original – Zur Aktualität der Marxschen Theorie“ (Hamburg 2015), zu einem Vortrag mit Diskussion ein. Bei dem Seminar geht es um die Analyse, die Marx mit dem ersten Band des „Kapital“ vorgelegt hat, also um die Frage, warum der Reichtum der Gesellschaft in einer „ungeheuren Warensammlung“ mit verschiedenen Geldformen und die Produktion in einer Vielzahl von Kapitalunternehmen mit Lohn- und Gehaltsempfängern besteht. Was Marx über die Ware Arbeitskraft sagte und weshalb um den Lohn gewerkschaftlich gekämpft werden muss, kommt dabei nicht zu kurz.
Termin: Samstag, 26.05.2018

  • 12:00 Uhr Treffen am KM-Haus mit anschließender Führung
  • 13:45 Begrüßung durch Vertreter DGB Trier
  • 14:00 Uhr Beginn des Seminars
  • 17:00 Uhr Ende des Seminars

Anmeldung Marx heute (PDF, 207 kB)

Kritik an Marx arbeitet sich vornehmlich an der Person ab, nicht am Werk
Nun war Marx jemand der sein Leben in den Dienst der Wahrheit, der Forschung und des Konfliktes um die Durchsetzung der Wahrheit gestellt hat. Dies gilt in einer Zeit wenig da jeder nach seinem Vorteil und einem Rundumversorgungsprogramm schaut. Zur Zeit von Marx und Engels ging es allerdings Millionen von Proletariern nicht anders, wenn auch nicht aus politischen Gründen sondern aus Gründen des unvermögens des Kapitalismus die von ihm ausgelösten humanen und sozialen Katastrphen selbst in den Griff zu bekommen. Dies erlebte Engels aus eigener Anschauung. Letztlich führet Marx nur ein ähnliches Leben wie viele Arbeiter, allerdings mit Luxuspaketen von Engels, mit Mitgifte und Erbschaften und mit Hausangestellten, immerhin war seine Frau eine Adelige, was damals in Deutschland noch bedeutete Angehörige der politisch herrschenden Klasse zu sein. Kritiker werfen Marx vor, dass er mit seiner Familie unter den schlechten Bedingungen der Arbeiter in London Soho gelebt hat und das er sich unter dem großherzigen Schutz des hervorragenden Friedrich Engels finanziell und moralisch eingerichtet habe. Das er seine Familie nicht ernähren konnte... usw. wie denn? Wer hätte ihn denn für Kritik bezahlen können, der Kapitalismus und das damals reaktionäre Kaiserreich, die Kirchen haben ihn bekämpft und ihm immer versucht alles Wasser abzugraben, die Familie befand sich auf politischer Flucht. Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritanien waren die Stationen. Seine Gegner wurden protegiert. Zudem war er in dem Sinne ziemlich arrogant im Umgang mit Genossen, sobald er eine Abweichung von der Wahrheit zu erkennen glaubt, die natürlich er gepachtet hatte. Unter ätzender Kritik zu leiden hatten die, die ihm nicht folgten, abweichten usw. ein schwieriger Charakter manchmal, was das Leben bekanntlich nicht leichter macht.
Die Kritik an der Person Marx lenkt davon ab das es am Werk Marx fast nichts zu finden gibt. Aber niemals hat er wie zum Beispiel die Religionsstifter des Judentums, des Islam oder der Evangelen zu Massenmord und Vernichtung aufgerufen. Wohl aber zur Aufnahme eines Klassenkampfes der ohnehin tagtäglich von der Kapitalseite äusserst erfolgreich und zerstörerisch geführt wurde. Zwischendurch im 20 sten jahrhundert im Zuge des Befreiungskampfes der kolonien und der Fortschritte im sozialistischen Lager sah es so aus als würde der Kapitalismus nicht durch eigenes Unvermögen untergehen sondern durch die starke Konkurrenz der Staaten die sich Marx und Engels verschrieben hatten.Auf staatlicher ebene und militärisch befand sich das kapitalistische Lager überall nur noch auf dem Rückzug. Der Sozialismus eroberte sogar die Herzen und den Verstand der bürgerlichen Nachkriegsjugend. Dann kam alles anders. Mit Reagan, Thatcher usw. wurde ein erbitterter Kampf gegen die eigene Bevölkerung geführt, es wurde der Neoliberalismus durchgesetzt, aller Fesseln entledigt konnte der Kapitalisnus wieder exorbitante Gewinne entwickeln. Diese konnte er in antikommunistischen Terror (Taliban...) investieren, in die Entwicklung rechtspopulistischer Kräfte (Berlusconi) und das TV und die neuen Medien, mit ihr die Beherrschung der Köpfe wurden allgegenwärtig.
Im 21. Jahrhundert hat der Neoliberalismus oberflächlich betrachtet fast alle proletarische Kultur in Deutschland ausradiert - im öffentlich rechtlichen Rundfunk wird dies bereits zum 1. Mai gefeiert. Durch Propaganda, Korruption, Desinformation, Individualismus, Verdummung, Konsum, Migration.. werden Solidarität, Verbundenheit und Einheit zersetzt. Erst in jüngster Zeit kommt es spürbar wieder zu einem Aufwind der prolatrischer Kultur von Widerstand, Stolz, Solidarität... der Gleichheit und Brüderlichkait eben.
Übersicht der Artikel zum Thema in der Porz-Illu  http://www.porz-illu.de/search/node/marx
 
 

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