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Das Kapital: Heute vor 150 Jahren erschien Band 1

Neue Biographie "Marx: Der Unvollendete" erschienen, auch als Höhrbuch - das Geschenk zu Weihnachten und die kommenden Geburtstage für die nächsten 12 Monate
Der Naturwissenschaftler, Philosoph und Einstein Biograph, ein ausgewiesener Wissenschaftsredakteur Jürgen Neffe hat sich mit Karl Marx relativ unvoreingenommen auseinandergesetzt - seine familiäre Vorpräfung ganz klar Marxfeindlich. Er setzt sich gerade auch aus diesem unsachlichen Kritikgründen mit dem Kapital auseinander und ist dann, wie kann es bei einem intelligenten Menschen anders sein sehr beeindruckt und auch überrascht. Das das Kapital so gut ist hätte er offensichtlich nicht gedacht.
Die aktuelle Biografie über Leben und Werk des Philosophen und Gesellschaftskritikers

Karl Marx, der revolutionäre Querkopf und Vordenker des 19. Jahrhunderts, ist wieder da. Seit der Kommunismus in seinem Namen - aber nicht in seinem Sinne - Geschichte ist, feiert er ein bemerkenswertes Comeback. Anlässlich seines 200. Geburtstags erkundet Jürgen Neffe dessen Ursachen - in Marx' Schriften wie in seiner Biografie. Er schildert das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der für seine Überzeugungen keine Opfer scheut. Weder Krankheit, Armut, Ehekrisen noch Familientragödien halten ihn davon ab, beharrlich an seinem Werk zu arbeiten. Mit seiner Analyse des Kapitalismus als entfesseltes System sagt er die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise voraus.

Neffe zeichnet die Entwicklung der Marx'schen Gedankenwelt von Entfremdung und Ausbeutung in den Frühschriften bis zur ausgereiften Krisentheorie im Kapital nicht nur nach. Als erfahrener Popularisierer der Wissenschaft erklärt er die Theorien in verständlicher Form und konfrontiert sie mit der Realität des 21. Jahrhunderts.
Das Buch "Marx: Der Unvollendete!" Hier eine Vorschau der Kindle Edition: hier
Hilfreich seine Tipps - "lest das Buch erst ab Seite 80" dann werdet ihr staunen und verstehen - die ersten 80 Seiten seien hochphilosophisch und schwer verständlich. Wer sich im Denksport herausfordern mag, dem seien auch diese Seiten empfohlen. Solche Tipps gab es in der unkritischen Marxrezeption eher nicht, da kämpfte man sich durch bis man die ersten 80 Seiten fast auiswendig konnte - autodidaktisch, in Westdeutschland wurde viel über Marx geredet, aber er wurde sehr wenig im Original gelesen.
Als Hörbuch:

Marx: Der Unvollendete

  • Veröffentlicht:11.09.2017
  • Anbieter: Der Hörverlag
  • Autor: Jürgen Neffe
  • Gesprochen von: Stefan Wilkening
  • Spieldauer: 25 Std. 43 Min.
  •  
  • ungekürztes Hörbuch

Radio 6 teilige Serie:

150 Jahre "Das Kapital" Hörspielreihe in WDR3 - Kapital ist
WDR 3 Resonanzen
Vor 150 Jahren schrieb Karl Marx den ersten Teil seines Hauptwerks "Das Kapital". WDR 3 sendet dazu die Hörspielreihe "Kapital ist". Insgesamt sechs Stücke, die sich auf unterschiedliche Weise mit Marx´s Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie fiktional beschäftigen. Diese Reihe scheint allerdings sehr auf Abstand bedacht.
Hinweis; hier
 

Problem ergab sich in der Vergangenheit in die, an die Rezeption anschliessende Diskussion, heute undenkbar.
Wer eine so glasklare Sicht auf die Dinge geliefert bekommt möchte diese natürlich weitergheben. In der Vergangenheit gab es da erhebliche Akzeptanzprobleme. Viele Zeitgenossen verstanden nur Marx -  Moskau, dieser Antichrist usw... wir kennen das alles zu genüge. Mittelalter! Heute gibt es diese Positionen nur noch im eingfleischten politischen Lager der ewigen kalten Krieger, in der Bevölkerung kaum noch.
Damals - in den 80ern waren den Popper, Dalas, Reagan, Thather, BWL Studium, USA Fan, junge union...denen nach der "geistig moralischen Wende" die Siegerstraße für angepasste Bürgerkinder geebnet wurde - man musste nur schön brav mitschwimmen und es lief für einen. Unter diesem gezüchteten Opportunismus, es handelt sich um einen Teil der geburtenstarken Jahrgänge, leidet das land heute noch. Das alles nur um die Menschen gegen Marx und den Kommunismus zu impfen - auch vor unbequemen Wahrheiten die einfach ignoriert wurden. Für manches Staatsversagen (nicht nur Bauprojekte) steht diese Ignoranz Pate.
Es ist es facettenreicher geworden, heute sind pseudolinke Themen in das Kariere Anpassungstoleranzheft aufgenommen worden, die allerdings nichts mit "Das Kapital" zu tun haben. Leider profitiert von Dummheit und aus politischen Fehlern nun die politische Rechte. Dies ist aber auch der Schwäche der Linken zu schulden, die sich in der Migrationsfrage seit den 90ern nicht mehr entwickelt hat. Die Welt hat sich hingegen sehr verändert seitdem. Seitdem gibt es z.B.  ein offenes Europa, 500 Mio Menschen in Freizügigkeit, diesen Fakt muss Europa erst einmal verarbeiten, das alleine ist ein Generationenprojekt. Niemand hatte das in den 80ern oder 90ern auf dem Plan! Ein Abgleich in der Migrationsfrage an der Entwicklung hat aber nicht stattgefunden. Aber das ist ein anderes Thema und nur ein Beispiel.

Im Vergleich zu den Erkenntnissen im Werk "Das Kapital" erscheinen die US Wirtschaftsnobelpreisträger der 80er, die Vordenker des Neoliberalismus wie dümmliche von Gier zerfressene, längst widerlegte Stümper oder zugegeben extrem clevere Trickser. Mit dieser Meinung war man ziemlich isoliert und wurde deswegen sehr angefeindet. Was bist Du schon gegen diese Geistesgrößen wurde argumentiert, Marx das sieht man ja im Osten.. blablabla. Was hat das bitte mit der Kapitalismuskritik zu tun, fragte man sich.  Diese Zeiten sind vorbei. Vor 30 Jahren war der Antimarxismus der deutliche Ausdruck für die Unaufgeklärtheit, Verschlossenheit und quasireligiöse Hysterie in der westlichen Welt. Im Nachblick kommt Neff zu ähnlichen Schlüssen, wohl dem der die Erkenntnis nicht damals hatte, da man als Aufgeschlossener gegenüber der marxistischen Kapitalismusanalyse schlimmer behandelt wurde, als ein heutiger religiöser (selbstverständlich antimarxistischer) Hassprediger.

 

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