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Hertie Porz ab Oktober Abriß (zunächst Innen)

Zu viele Menschen Ein Kind Politik

Es entstehen an dieser Stelle viele neue Wohnungen und einige große Geschäfte, eventuell auch Büros. Auch wenn es in Köln und in Porz konkret nach erheblichem Bevölkerungswachstum ausssieht, in Deutschland und in Europa ist der wahnsinnige Bevölkerungswachstumskurs (Grafik wikipedia) endlich gestoppt und beginnt sich zu drehen.  Denn weniger Menschen bedeuten für die zu dicht besiedelten Gebiete eine Entlastung, eine Entschleunigung und ein mehr an Lebensqualität. Aktuell haben wir ca. 7,445 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, Tendenz weiterhin steigend. Stadtplaner sollten die Städte der Zukunft in Europa schrumpfend und qualitativer anlegen, Rückbau für den Fortschritt. Fehlende Arbeitskraft (Demographie) wird durch Technik ersetzt, Japaner sind bereits auf diesem Weg, Arbeit 4.0 kündigt dies für Deutschlands Zukunft ebenfalls an.
Am 15 September wird die Presse letztmalig durch das Hertie Gebäude geführt - wenige Tage später wird mit dem Abriß begonnen. Das Dechant- Scheben Haus wurde nun von der Kirche ebenfalls zum Abriß frei gegeben. Damit kommt es nun zur Umsetzung des Planes der "moderne Stadt", das Baubüro wird im ehemaligen Büro der LBS, direkt am bald ehemaligen Friedrich Ebert Platz bezogen. Es werden drei Wohn - und Geschäftshäuser mit bis zu 5 stöckiger Bebauung errichtet. Eines der Häuser wird dort stehen wo heute die breite Wilhelmstrasse ist und mit Spielflächen zum Verweilen lädt.
Dieses als Haus 3 bezeichnete Gebäude wird WBS Wohnungen anbieten. WBS bedeutet längst nicht Rand der Gesellschaft sondern Mitte der Gesellschaft. Die Gehälter haben sich in der Masse nicht wie die Mieten entwickelt, bedeutet der Mietanteil am Nettogehalt wird immer größer, gerade in Köln. Da Investoren in "Betongold" Geld gesteckt haben, möchten diese Renditen sehen, Neubauten sind durch Auflagen sehr teuer, Zuzug durch Migration... alles Gründe für knappen Wohnraum und teils sehr hohe Mieten. Als Bauherr wurde ein ungenanntes Unternehmen mit bewährten Projekten in Porz angegeben -  (GEWOG, GAG, Sahle...?). Die anderen beiden Häuser werden "freie" Wohnungen bieten.
WBS: In vielen Städten mit angespannten Wohnungsmärkten sind am Markt sehr hohe Mieten üblich. Rund 80 Prozent der Senioren und rund 50 Prozent aller Haushalte erfüllen nach Angaben des Wohnungsbauministeriums NRW die Voraussetzungen für eine öffentlich geförderte Wohnung, z.B. viele Arbeiter, Krankenpfleger, Polizisten, Bürokaufleute, Handwerker, Rentner... alle ALG II Empfänger. An diesem Punkt haben viele Porzer Befürchtungen, dass der Stadtteil abrutschen könne, es wäre darauf zu achten, dass arbeitende Bevölkerung und zB auch arbeitende Alleinerziehende auf diese Option aufmerksam gemacht wird. Der Wohnungsmarkt in Köln ist einfach überteuert und Parteien wie Die Linke fordern seit Jahren viel mehr WBS Wohnungen. Es ist zu empfehlen bereits mit Bekanntgabe des Bauträgers dort mit einem WBS vorstellig zu werden. Manche Wohnungsbaugesellschaften steuern über Genossenschaftsmitgliedschaft die Zuordnung und andere führen Wartelisten weitere machen es sich sehr einfach, warten auf Zuweisungen der Stadt Köln. Für alle Interessenten empfiehlt es sich aktiv zu werden, auch wenn die Wohnungen erst in 5 Jahren bezogen werden - wir berichten sobald die Baugesellschaft bekannt ist.
Wie aus einer aktuellen Wohnraumstudie hervor geht, sind nur 68 Prozent der Kölner zufrieden mit ihrer Wohnsituation – so wenig wie in keiner anderen Metropole. Zudem wünschen sich 77 % der Kölner und Kölnerinnen Wohneigentum, auch dies ein Spitzenwert. Nur bezahlbare Eigentumswohnungen, die Vorsorge fürs Alter, sind auf dem Kölner Markt, auch durch diese Baumaßnahme, nicht im Angebot.
Viele Porzer werden die großzügigen Platzflächen vermissen, noch 2011 erkämpften die Porzer ein ganz anderes Stadtentwicklungskonzept - mit Plätzen, Grünflächen, Eigentumswohnungen, Stadthäusern. Ein Ort zum Leben und nicht nur zum Shoppen und Schlafen. Die Stadt Köln erwarb auf Druck der Bürger das Gelände und niemand hinderte sie nun die eigenen Pläne umzusetzen. Nun nachdem die allgemeine Wonhraumverknappung entdeckt wurde, wollte die neue Stadtregierung das Gelände möglichst intensiv nutzen.
In den rheinischen Großstädten Bonn, Köln, Düsseldorf müssen die die Menschen im Schnitt 30% Ihrese Nettoeinkommens für die Miete aufbringen, damit ist laut einer aktuellen Studie der Hans Böckler Stiftung eine Grenze erreicht. Diese Städte sind damit in der Bundesrepublik an der Negativspitze, kein Wunder das hier die Stimmung gedrückt, schlecht oder gereizt ist. Diese Entwicklung hätte man in der Vergangenheit bremsen müssen, stattdessen wurden die Preissteigerungen durch die Liberalisierung des Immobilienmarktes immer weiter angeheizt.
Zur Info:
NRW ist eines der am dicht besiedlsten Flächenländer. es hat über 524 Einwohner je qkm, England als dicht besiedeltes Land hat 417 E/qkm und die Niederlande haben 408 E/qkm. Das riesige Indien hat ebenfalls 407 E/qkm einige Bundesstaaten haben erhebliche Bevölkerungsdichten, so z.B. der sonnige Bundesstaat Kerala mit 859 E/qkm, oder Westbengalen mit 1021 E/qkm. Trauriger Spitzenreiter unter den Flächen Nationalstaaten ist Bangladesh mit 1.071 E/qkm das soeben 300.000 muslimische Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufnimmt und keine Bevölkerungspolitik betreibt. Ab 400 E/qkm gilt ein entwickeltes Flächenland als sehr dicht besiedelt bzw bereits zu dicht besiedelt, je nach Entwicklungsstand, Klimazone und Ressourcen sogar als überbevölkert, da die Ressourcen bereits überstrapaziert sind, die Bevölkerung nicht mehr zu tragen vermögen. Da Mitteleuropäer einen ungleich höheren Ressoercenverbrauch haben als z.B. Bangladeshi, hat bezüglich der Überbeanspruchung NRW Bangladesh bereits überholt, beide sind grenzwertig. Bangladesh benötigt rigide Bevölkerungspolitik, NRW ebenfalls, Kläranlagen etc. können dies kaum ausgleichen. wie stellt man fest das es zuviele Menschen in einem Gebiet gibt? Luft, Wasser, Böden sind verschmutzt oder gar verseucht. Die Infrastruktur (ÖPNV, Strassen, Behörden...) sind überbelastet. Das Gebiet könnte sich nicht selbst versorgen. Entsprechend sind weitere Ansiedlungspläne in NRW zu überdenken. 1950 hatte NRW knapp 13 Mio Einwohner, dann seit 2000 über 18 Mio, die Bevölkerungszahl sinkt endlich seit 2007 - alleine in der Rhein-Ruhr Metropolenregion leben ca. 10 Mio Menschen. Das kapitalistische Grundgesetz "mehr ist besser" gilt nicht in Bezug auf Bevölkerungszahl und Konsum...diese unendlich zu steigern mindert die Lebensqualität erheblich. Die Bevölkerungsregulierung wie sie von der Regierung Chinas durchgesetzt wurde, ist sicherlich auch ein Thema das aktuell gerade in Afrika und dem Orient auf die Tagesplanung gehören würde. Zwar argumentiert zB. die katholische Kirche teilweise, dass dieser Planet auch 12 Milliarden Menschen ernähren könnte, nur es muss nicht bis Anschlag das Mögliche ausgereizt werden. Bereits jetzt ist die Natur überbeansprucht.
 

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