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Jobcenter in Kooperation lokal tätig

Köln, 13. Oktober 2017        Seit vier Jahren setzt das Jobcenter Köln in Kooperation mit der Stadt Köln und der CSH Köln e.V. ein einzigartiges Projekt im Stadtteil Dünnwald um. Es geht der Frage nach, ob durch den sozialräumlichen Einsatz von arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Instrumenten die Integration in Arbeit verbessert werden kann.Menschen, die diese Frage sicher beantworten können, kommen aus dem Wohnquartier Donewald. Zum Projekt „Klosterwald“ hört man dort: „Ich habe sicher mehr als 100 Bewerbungen zur Ausbildung als Kfz-Mechatroniker geschrieben. Leider hatte ich nicht den Erfolg den ich mir gewünscht habe. Durch meinen Freund habe ich die Empfehlung erhalten, mich bei den JobScout Klosterwald Mitarbeitern zu melden. Mit meiner Kundennummer vom Jobcenter habe ich ohne Termin bei dem JobScout angefragt, ob ich die Möglichkeit erhalte, dass ich Hilfe bei meinen Bewerbungen erhalte. Durch die Zuweisung in das Projekt „Klosterwald“ hatte ich Unterstützung meine Bewerbungsunterlagen attraktiver zu gestalten. Die Mitarbeiter/innen von JobScout-Klosterwald haben unterdessen, im näheren Umfeld von Dünnwald ein Unternehmen gewinnen können, wo ich die Möglichkeit einer Ausbildung erhalten habe. Ich bin seit dem 01.08.2017 in der Ausbildung. Der Projektname „Klosterwald“ ist eine Wortschöpfung aus den Siedlungsnamen „Am Donewald“ und „Klosterhof“. Zwei Veedel in Insellage, die gegen ihren Ruf mit viel Engagement kämpfen.
Im Jahr 2013 begann die Arbeit der JobScouts vor Ort. Seit der 2. Projektphase (von Dezember 2014 bis September 2017) sind 256 Menschen in das Projekt aufgenommen worden. 44,2% der Teilnehmenden, die zwischenzeitlich das Projekt verlassen haben, haben einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle gefunden, d.h. jeder 2,3te Teilnehmer/-in.
„Das Projekt „Klosterwald“ setzt bewusst vor der Haustür an“, so Olaf Wagner, Geschäftsführer des Jobcenter Köln. Er führt weiter aus: „Es ging darum zu schauen, ob wir so nah bei den Menschen im Veedel mit arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Instrumenten noch mehr erreichen können als bisher.
Auch Stephan Santelmann von der Stadt Köln ist sich sicher: „Die Menschen in den Projektgebieten müssen noch verstärkter in ihrem Wohnumfeld aktiviert werden“.
„Die Betreuung durch die so genannten JobScouts vor Ort erfolgt durch den Träger CSH Köln e.V. und soll die Menschen innerhalb ihres Wohnumfeldes beraten, begleiten und vernetzen, und neben den individuellen Bedarfen gezielt Bedarfsschwerpunkte in Bezug auf das Wohnumfeld feststellen“ erläutert Gerhard Still, Geschäftsführer der CSH Köln e.V.
 
Im kommenden Jahr geht das Modellprojekt zu Ende und dann gilt es Erkenntnisse und Ergebnisse auszuwerten und zu schauen, ob das Modell „Klosterwald“ Schule für andere Sozialräume machen kann.
 

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