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KVB: Fahrschule für Geflüchtete

Die neuen Kollegen umrahmt von Olaf Wagner, Geschäftsführer des Jobcenter Köln (links), Benedikt Althaus, Geschäftsführer Bildungswerk Verkehr, Wirtschaft, Logistik Nordrhein-Westfalen (2. v. l.), Peter Densborn, Vorstand und Arbeitsdirektor der KVB (rechts) und Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln (2. v. r.) - Foto: Stephan Anemüller / KVB
 
Die Jobs bei der KVB sind begehrt, normalerweise müssen Bewerber bei der KVB eine abgeschlossene anerkannte Berufsausbildung vorweisen, sehr gut deutsch in Schrift und Wort beherrschen und einen Test erfolgreich absolvieren - den ein nicht unerheblicher Teil der Bewerber auch mehrfach nicht bestehen. Auch an die Geflüchteten wurden hohe Ansprüche gestellt, eine Leistungsanforderung der nicht alle stand hielten.
Es war für die KVB und ihre Partner, die im September vorigen Jahres das Projekt Busfahrschule für Geflüchtete gestartet hatten, ein besonderer Tag: Fünf der Lehrgangsteilnehmer, eine Frau und vier Männer, aus Iran, Irak und Syrien, haben die letzte Phase ihrer Ausbildung begonnen – das Praktikum am Lenkrad eines KVB-Busses. Wenn sie das erfolgreich absolvieren, bekommen sie im Herbst eine Festanstellung bei der KVB und verstärken dann das Team von derzeit rund 620 Busfahrern.
„Sie haben mit diesem Projekt nicht nur in Köln eine Vorreiterrolle eingenommen“, lobte Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln, das Engagement des Unternehmens. „Geflüchteten Menschen in unserer Gesellschaft berufliche Chancen zu eröffnen und Berufe erlebbar und erlernbar für sie zu machen, ist eine große Aufgabe für uns alle.“ Die Arbeitsagentur ist gemeinsam mit dem Jobcenter Köln und dem Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik Nordrhein-Westfalen Partner der KVB bei der Realisierung des Projektes.
Bis zum Start des Praktikums haben die Lehrgangsteilnehmer zehn intensive, arbeitsreiche Monate hinter sich gebracht. Sprachkurs, Führerschein Klasse B, Führerschein Klasse D, Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer – und das alles vor dem Hintergrund belastender Lebensgeschichten und zum Teil schwieriger Lebensbedingungen. Keinem Bewerber wurde etwas geschenkt, alle Prüfungen wurden unter regulären Bedingungen absolviert. Und so ist es nicht verwunderlich, dass nicht alle der 13 gestarteten Lehrgangsteilnehmer den anspruchsvollen Weg bis zum Ende geschafft oder sich beruflich anders orientiert haben – aber auch sie werden vom Sprachkurs und den anderen Fähigkeiten profitieren, die sie sich bis zu ihrem Ausscheiden angeeignet haben.

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