Porzer Illustrierte     Das Onlinemagazin seit 2003

Porz Köln NRW News Porzer Illustrierte www.porz-illu.de

 

  • Poll
  • Porz-Mitte
  • Urbach
  • Wahnheide
  • Zündorf

 

Sie sind hier

LPG: Bundespolitik bleibt bei Dieselförderung und bestraft umweltfreundlicheres LPG

LPG-Steuer von 2018 bis 2021 weiterhin reduziert

Die große Koalition bricht ihr Wahlversprechen! Am Mittwoch, den 15.02. hat das Bundeskabinett für den neuen Entwurf des Energiesteuergesetzes gestimmt und somit eine Steuererhöhung auf Autogas bewilligt. Demnach soll die LPG-Steuer nach 2018 um 14,7 Cent steigen!

Die LPG Fahrer und Fahrerinnen sind sauer, inzwischen ließen sich auch Dieselfahrzeuge in die weitaus umweltfreundlichere Variante umgerüstete werden. LPG schneidet auch wesentlich besser als Benzin ab. Dewnnoch wird das Versprechen gebrochen das LPG weiterhin steuerlich zu bevorzugen. Inzwischen läuft eine Petition gegen dien Beschluß der Bundesregierung.

https://www.autogastec.com/autogas-blog/petition-lpg-steuer/

Autogas bleibt bis 2021 steuerbegünstigt

Aktuell wird der neue Entwurf zum Energiesteuer- und Stromsteuergesetz in den zuständigen Verbänden der Auto- und Gasbranche diskutiert. Dem Diskussionsentwurf zur Folge wird Autogas (LPG) und Erdgas auch nach 2018 weiter steuerlich gefördert. Allerdings wird es ab 2019 einen moderaten Anstieg der Autogas-Steuer um 3,1 Cent (netto) pro Jahr geben.
 

Ab 2023 keine weitere Steuererhöhung auf Autogas / LPG

Ab 2023 wird es laut des Entwurfes keine weitere Steuererhöhung für Autogas geben. Im Jahr 2022 läuft die Autogas-Förderung aus. Dann werden die vollen 409 Euro an Steuer pro Tonne LPG erhoben. Somit liegt der Autogas-Preis ab 2022 in Abhängigkeit von der Steuer um 14,7 Cent höher als im Jahr 2018. Mit 26,3 Cent (inkl. MwSt.) ist die Steuer für LPG dann immer noch vergleichsweise gering. Auf Benzin werden nämlich zurzeit 77,9 Cent (inkl. MwSt.) an Steuern erhoben. Darin enthalten ist auch die Öko-Steuer in Höhe von 15 Cent pro Liter.

Autogas-Steuer: Weniger Steuern auf LPG dank guter Umweltbilanz und des geringen Gewichtes

Bei der Steuererhebung kommt allen Autogas-Fahrern zugute, dass die Steuer auf Flüssiggas nicht in Abhängigkeit vom Energiegehalt (MWh) sondern auf Basis des Gewichts erhoben wird. Da LPG zwar eine hohe Energiedichte hat, jedoch mit etwa 540 g pro Liter (abhängig vom Mischungsverhältnis von Propan und Butan im Autogas) vergleichsweise wenig wiegt, fällt die LPG-Steuer auch zukünftig relativ gering aus. Ein weiterer Faktor für den geringen Autogas Preis ist die gute Umweltbilanz und die geringen Produktionskosten des Kraftstoffes. Somit fällt zum einen keine Öko-Steuer bei LPG an, zum anderen sind die Rohstoffkosten von Propan und Butan geringer als die von Benzin und Diesel.
 

Umweltbundesamt fordert eine Erhöhung der Steuer auf Diesel

 
Während das Finanzministerium im aktuellen Entwurf zum Energiesteuer-Gesetz keine Erhöhung der Diesel-Steuer plant, geht das Vorhaben des Umweltbundesamtes in eine andere Richtung. Ende 2015 forderte das Bundesamt die Steuerprivilegien für Diesel abzuschaffen. Mit etwa 56 Cent je Liter liegt die Diesel-Steuer zwar deutlich höher als die Autogas-Steuer, jedoch auch 21,9 Cent unter der von Benzin. Auf Grund der schlechten Ökobilanz sei dies nicht zu vertreten. Daher drängt das Umweltbundesamt auf eine deutliche Anhebung der Diesel-Steuer. Auf Grund des hohen Energiegehaltes von Diesel hält das Ministerium sogar eine Steuer in Höhe von 87,2 Cent inkl. MwSt. für angemessen.
 

Steigende Ölpreise: Autogas trotz höherer LPG-Steuer auch in Zukunft rentabel

Zurzeit kennt der Ölpreis nur eine Richtung – nach oben! Seit dem Tiefststand Mitte Januar ist der Ölpreis um etwa 70% gestiegen. Auch dieser Umstand belegt, dass sich die Fahrer eines LPG-Autos langfristig keine Sorge um die LPG-Steuer und den Autogas-Preis machen müssen.
 
Durch langfristig steigende Benzin- und Dieselpreise könnte die Steuererhöhung von Autogas schnell vom Markt wieder aufgefangen werden – schließlich wirkt sich ein hoher Ölpreis deutlich stärker auf den Benzin- als den Autogas-Preis aus. Darüber hinaus spielt allen Autogas-Fahrern die doppelte Besteuerung in die eigenen Karten. Je höher der Benzinpreis ist, desto größer ist auch der Anteil der Mehrwertsteuer am Benzinpreis. Daher wirkt sich ein steigender Ölpreis doppelt negativ auf den Benzinpreis aus. Durch die geringe LPG-Steuer und den niedrigen Autogas-Preis ist der Anteil der Mehrwertsteuer jedoch vergleichsweise klein.
Die Langzeitprognosen vieler Experten gehen für 2020 von deutlich höheren Ölpreisen als heutzutage aus. Eine geringfügig höhere Autogas-Steuer nach 2018 sollte demnach keine Auswirkung auf die Amortisation einer Gasanlage haben.
 
Quelle: Diskussionsentwurf des 2. Gesetzes zur Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes
 
Flüssiggas (Butan/Propan) findet Anwendung als Kraftstoff für Ottomotoren. Die erste deutsche Gastankstelle wurde 1935 in Hannover in Betrieb genommen.[4] Bereits in den 1970er Jahren war es in Italien und den Niederlanden weit verbreitet.
Es verbrennt umweltfreundlicher als Benzin. Auch unter Berücksichtigung des prinzipbedingten Mehrverbrauchs verringert sich der Schadstoffausstoß von Stickoxiden um etwa 80 % und der von unverbrannten Kohlenwasserstoffen um ca. 50 %. Auch der CO2-Ausstoß wird im Autogas-Betrieb deutlich reduziert. Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) verringern sich die CO2-Emissionen um durchschnittlich 16,4 %. In diese Berechnung fließt auch die Startphase mit Benzin und der Transport des Flüssiggases mit ein. Moderne Autogasanlagen erreichen jedoch teilweise deutlich bessere CO2-Bilanzen, da sie beim Start kein Benzin verbrennen.
LPG-Abgase lassen sich auch durch die bessere chemische Verwertbarkeit bereits bei niedrigeren Temperaturen in Fahrzeugkatalysatoren umsetzen. Flüssiggasbetriebene Gabelstapler dürfen – neben Erdgas-Gabelstaplern – als einzige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in geschlossenen Räumen betrieben werden. Dieselstapler hingegen emittieren Ruß und hohe Mengen an Stickoxiden.
Im direkten Vergleich mit Benzin entsteht je nach Gasanlage (siehe unten) ein volumetrischer Mehrverbrauch von 5 bis 20 % für LPG, bedingt durch die geringere Dichte und den geringeren Energiegehalt pro Liter Flüssigkeitsvolumen im Vergleich zu Benzin. Benzin hat eine Dichte von ca. 0,76 g/cm³, Flüssiggas je nach Mischungsverhältnis zwischen 0,51 und 0,56 g/cm³. Die 26 bis 33 % geringere Dichte des LPG wird teilweise durch den höheren Brennwert 46 MJ/kg (12,8 kWh/kg) gegen 43,6 MJ/kg (12,1 kWh/kg) kompensiert. Der vom Fahrer wahrgenommene Mehrverbrauch kann noch geringer sein, wenn das weiterhin benötigte Startbenzin nicht in die Verbrauchsberechnung einbezogen wird. Bei neueren Systemen die bei direkteinspritzenden Motoren verbaut werden, wird je nach verbauter Anlage kein Startbenzin oder Benzin während des Betriebes benötigt.
Zuerst war LPG bei den Taxis (z. B. alle Taxis in Istanbul und Bangkok) sowie in Staatlichen Taxis und Fahrschulwagen in den späten 1970er und in den 1980er Jahren in der DDR, später im privaten Kfz-Bereich, in den 1980er Jahren in Österreich durch günstige Preise sehr verbreitet. Aufgrund der höheren Besteuerung für Privatfahrzeuge wurde es in Österreich wieder uninteressant. Allerdings haben die Wiener Linien alle Busse auf Flüssiggasantrieb umgestellt, da für öffentliche Fahrzeuge Autogas steuerfrei blieb.
Heute ist Flüssiggas als Kraftstoff in den meisten europäischen Ländern etabliert. Nach einer längeren Wachstumsphase stagnierte die Zahl der Autogas-Pkw und LPG-Tankstellen in den letzten Jahren und ist zurzeit sogar leicht rückläufig. Dies hängt besonders mit der allgemeinen Unsicherheit bezüglich einer möglichen Steuererhöhung auf Autogas zusammen.
Quelle wikipedia
 

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer