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Porz Mitte: Vorschläge zur Neugestaltung

Bündnis Porz-Mitte legt umfangreiche Darstellung für die Porzer Innenstadt vor
 
Das Bündnis Porz-Mitte hat auf einem letzten Treffen vor dem Beginn des landschaftsplanerischen Freiraumwettbewerbs noch einmal die bisher auf dem Tisch liegenden Vorschläge, die z. T. In den Arbeitskreisen des Bündnisses erarbeitet oder auf den öffentlichen Diskussionsveranstaltungen eingebracht wurden, gesichtet und nach Rückmeldung mit Porzerinnen und Porzern gewichtet.
Am 4.Februar 2019 wurde den teilnehmenden Planungsbüros nun die Dokumentation übergeben, die die Wünsche enthält, die die Porzer Bürgerschaft wirklich will.
 
Die wichtigsten Punkte sind für das Rheinufer:

  • eine deutliche Aufwertung des Rheinufers u.a. durch Gastronomie in soz. Trägerschaft im Erdgeschoss des Rathauses am Rheinufer, wie dies die AWO Porz und das Bündnis erfolgreich im September 2018 getestet haben;
  • eine Gestaltung der Böschung durch Stadtbalkone und eine kleine Freitreppe mit Sitzmöglichkeiten;
  • breitere Wege am unteren Rheinufer, um Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern zu minimieren; Spiel- und Sportangebote am unteren Rheinufer;
  • Pontons auf dem Wasser mit Café oder Sitz- und Spielmöglichkeiten

Für die Fußgängerzone wünscht sich demnach das Gros der Porzerinnen und Porzer

  • eine Verbreiterung der Brücke über die Hauptstraße
  • eine deutliche Aufwertung der Haltetselle Porz-Markt, wozu auch eine Begrünung des Parkhauses und des Gleisbettes der Bahnlinie gehört
  • Springbrunnen, vorzugsweise in flacher Bauweise im Boden, damit bei der entstehenden dichten Bebauung das Stadtklima nicht staubtrocken wird; zudem überdachte Pergolen auf der entstehenden Platzfläche am Friedrich-Ebert-Platz, weil man sonst den Platz ohne jeglichen Schattenspender hätte, da die üblichen Pflanzkübel zu groß für die kleine verbleibende Platzfläche sind und auf der Platzfläche selbst Bäume nicht möglich sind, weil keine ausreichend mächtige Bodenschicht auf der darunter liegenden Tiefgarage zur Verfügung steht.
  • Eine deutlich Aufwertung der Bahnhofstraße, indem man die unnötigen Möbel wie Postlagerkästen oder Stromkästen an die Ränder verbannt und den Übergang zum Rhein durch Pflaster und Sichtachse (Bäume) betont.
  • Die Erstellung einer freien Platzfläche vor dem Café La Perla durch Niederlegung des Pavillons, weil so zum einen ein schöner Platz von angemesserner Größe in Porz-Mitte entsteht (der Friedrich-Ebert-Platz ist für viele zu klein dimensioniert) und zum anderen der Abriss des Dechant-Scheben-Hauses erst nach 2024 erfolgen wird und somit auch erst ab 2026/27 mit einer Herrichtung des neuen Friedrich-Ebert-Platzes zu rechnen ist.

 
Schließlich wurden folgende Wünsche als prioritär erachtet:

  • Mittelfristig die Umgestaltung der Hauptstraße als Mischverkehrsfläche, um so eine Beruhigung des Pkw-Verkehrs und eine Belebung des Fußgängerverkehrs mit Aufwertung der Einkaufsfunktion der Hauptstraße zu erhalten.
  • der Ausbau eines Stadtgartens auf dem Gelände des Berufskollegs, wobei an den vorhandenen schönen alten Baumbestand angeknüpft werden und in den tiefer gelegenen Bereichen des Geländes ein Teich entstehen soll. Das Bündnis hält dies aus stadtklimatischen Gründen für unumgänglich, da die Klimaprognosen des Landes für das Porzer Zentrum von einer Verdopplung der Anzahl heißer Tage (Tage über 30°C) auf über 20 Tage in den Sommernmonaten ausgehen und eigentlich laut Empfehlung des Landes in diesem Bereich keine Altenwohnungen mehr gebaut werden sollten. Angesichts des Umstandes, dass gerade in Haus 2 Altenwohnungen entstehen, erscheint es für die Gesundheit dieser Menschen unerlässlich, in der Nähe zu dem sich stark aufheizenden Stadtzentrum eine Kaltluftinsel aus Ausgleichsfläche zu erhalten, so dass durch entsprechende Luftzirkulation die Aufheizung am Tage und die nächtliche Überwärmung der Innenstadt ein Stück weit kompensiert werden kann.
  • Nicht zuletzt zur Verbesserung der Luftzirkulation wird eine Verbreiterung des Pfades hinter dem Rathaus gewünscht, weil der einerseits derzeit in der bestehenden Form einen Angstraum darstellt und zum anderen dann durch Sogwirkung die Luft aus der Innenstadt an das Rheinwind-System angeschlossen wird und so eine bessere Durchlüftung der Innenstadt erreicht wird.

 
Zudem wünschen sich die Porzerinenn und Porzer, dass das Schlauchhaus in die Neubauten einbezogen wird, damit man nicht eine Bauruine kultiviert, die man leicht hätte in die Baufläche für Haus 3 hätte integrieren können.
Insgesamt aber findet das Bündnis es außerordentlich bedauerlich, dass zur Vorbereitung der Auftaktveranstaltung keine Beiratssitzung angesetzt wurde, sondern die nächste Beiratssitzung erst im März stattfinden soll, so dass es durch die angesetzten Sitzungstermine ausgeschlossen ist, dass der Beirat hier die Interessen der Porzer Bürgerschaft in den Wettbewerb einbringen kann. Die letzte Sitzung fand im Oktober statt, da lag noch nicht einmal der Ausschreibungstext vor, die nächste Sitzung im März kann in dem dann bereits laufenden Verfahren nichts mehr beisteuern.
Damit nun die Wünsche der Porzerinnen und Porzer nicht völlig unbeachtet blieben, hat das Bündnis auf der Basis seiner vielen öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionsrunden eine Übersicht über die wirklichen Porzer Wünsche erstellt.
Man stellt sich allerdings die Frage, warum bei so einer entscheidenden Weichenstellung wieder einmal der Beirat nicht angemessen beteiligt wird. Denn auch wenn Vertreter des Beirats in der Jury des Verfahrens sitzen, so wäre es für diese natürlich sinnvoll, wenn der Beirat ihnen Leitziele und Ideen an die Hand gäbe, deren Beachtung sie im Verfahren sicher stellen oder einfordern sollen. Ohne ein Votum des Beirats ist dies schwierig. Umso wichtiger war es, dass das Bündnis Porz-Mitte hier das von der Beiratsleitung initiierte Vakuum gefüllt hat und so eine Prioritätenliste vorlegt über die Projekte, die die Porzerinnen und Porzer sich wirklich wünschen.
 

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