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Pressemitteilung des Bündnisses Porz-Mitte zur zukünftigen Gestaltung des Rheinboulevards und der derzeitigen problematischen Handhabung des ISEKs durch die Stadt Köln

Nachdem die weitreichenden Streichungen der Stadt im Revitalisierungs-Projekt zur Porzer Innenstadt auf der letzten Mitgliederversammlung Zorn und Ärger hervorgerzfen haben, möchte das Bündnis nun das so entstanden Vakuum durch konkrete Diskussionsvorschläge füllen und so den Entscheidungs- und Planungsprozess vorantreiben und beschleunigen.
Frau Scholz vom Amt für Stadtentwicklung hatte auf der Beiratssitzung am 29.01.18 die als Endfassung überschriebene Fassung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) vorgestellt. Danach blieb nach der Überarbeitung durch die Stadt von den Wünschen der Bürgerbeteiligung und dem NRWurban-Konzept (das man in Gänze vorzulegen sich beharrlich mit immer neuen Begründungen weigerte) nur noch wenig übrig. Die Liste der von der Bürgerschaft gewünschten Projekte, die nun von der Stadt gestrichen wurden, ist sehr lang:
 Neuordnung und Vergrößerung der verbleibenden Friedrich Ebert Platzfläche
 Neugestaltung der öffentlichen Flächen
 Mobilitätsstation am Busbahnhof
 Verlagerung des Durchgangsverkehrs
 Umgestaltung der Haltestelle der KVB
 Stationäre Gastronomie am Rheinboulevard
 Neubau Grundschule auf dem Schulareal mit Stadtgarten und evt. Wohnbebauung
 Rad- und Fußwegkonzept
 soziale-integrative Maßnahmen
 Innenstadtmanager
 Sicherheitskonzept
 Mehr Personal für soziale Einrichtungen
 Porzer Talente für benachteiligte Jugendliche
 Vorschläge des SeniorenNetzwerks Porz
 öffentliche Parkanlage an der Glashütte/ Multifunktionsanlage mit Bolzplatz
 Fassadenprogramm
Nach dieser Streichorgie, der unter anderem alle sozial-intergrativen Projekte zum Opfer fielen, blieben lediglich folgende Punkte erhalten:
 Umgestaltung Rheinboulevard (Wettbewerb)
 Umgestaltung Hauptstraße (Wettbewerb)
 Verfügungsfonds bürgerschaftliches Engagement
 Neugestaltung von Brücke und Zugängen zum Rhein (Wettbewerb)
 Umgestaltung Außengeländes Glashütte
+ neu: Machbarkeitsstudie zum Schulareal

Alle Wettbewerbe sollen als nicht-offene landschaftsplanerische Wettbewerbe angelegt werden. Konkret zusammengefasst bedeutet dies, dass die Stadt bisher keinerlei konkrete Planung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) entwickelt, sondern alle konkreten Planungen in Wettbewerbe, die extern bearbeitet werden, verlagert. Das übrig bleibende Konzept ist also weder integriert, noch weist es städtebauliche Entwicklungsperspektiven auf, die Bezeichnung ISEK, so das Bündnis, ist eigentlich ein Etikettenschwindel, von dem ISEK bliebe bei genauer Betrachtung nur das K übrig. Das sei zu wenig für Porz.
Viele Projekte wurden gestrichen, weil sie nach Auskunft der Stadt nicht durch Mittel für die Städtebauförderung gefördert werden können. Das Bündnis ist verwundert über eine solche einseitige Sicht der Dinge. Wer zum Bäcker geht, will dort auch nicht Fisch kaufen. Natürlich müsse man für die sozialen Projekte andere Fördertöpfe nutzen als für städtebauliche Projekte.
Auch die ebenfalls vorgebrachten Begründungen (Personalknappheit und Abstimmungsprobleme

unter den verschiedenen Ämtern) stimmen skeptisch, ob die Revitalisierung der Porzer Innenstadt mit der gebotenen Sorgfalt und Priorität betrieben werde. Auch bei den vielen anstehenden Projekten in Köln ist das Bündnis der Meinung, dass Porz nach jahrelanger Vernachlässigung nun Priorität haben müsse. Die Umwandlung des Deutzer Hafens zu einem schicken Quartier kann unmöglich zu Lasten der dringend nötigen Revitalsierung der Porzer Innenstadt und seiner sozialen Stabilisierung gehen, auch wenn sich die Verwaltung über die Prioritäten der verschiedenen Vorhaben sich erst einmal noch einigen müsse. Die Frage, in wessen Interessen ein derart selektives Vorgehen seitens der Verwaltung ist, stand im Raum.
Angesichts dieses von der Stadt nun vorsätzlich entstehenden Planungsvakuums, das über Wettbewerbe und deren nachfolgenden Umsetzungsberatungen in den verschiedenen politischen und Verwaltungsgremien noch einmal erheblich Zeit zu kosten verspricht, möchte das Bündnis die Diskussion und Planung nun durch eigene Impulse befeuern, damit Porz von der Stadt nicht mehr weiter vertröstet wird. Mit möglichst konkreten Vorstellungen setzt das Bündnis Impulse im Sinne der Bürgerschaft und deren Wünschen.
Hier regt das Bündnis zum einen die Erstellung eines Konzepts für die Entwicklung einer Digitalen Innenstadt in Porz an und hat dazu schon Vorträge angeboten. Das Bündnis spricht sich dafür aus, eine Realisierung im Rahmen des ISEK anzustreben, so wie dies in anderen Städten in NRW auch bereits gehandhabt worden sei.
Zudem hat das Bündnis neue konkrete Planungsideen für den Rheinboulevard entwickelt, die zum einen die Anregungen aus der bisherigen Diskussion aufgreifen und zum anderen dem Wunsch nach stationärer Gastronomie am Rheinufer nachkommen. Die Gestaltungsvorschläge zum Rheinbouelvard integrieren beispielhaft Vorschläge aus der Mastertehsis von Martina Lehmann und kombinieren Elemente daraus mit dem bestehenden Rheinufer unter Wahrung der historischen Bausubstanz und des identitätsstiftenden Ensembles. Der Vorschlag visualisiert eine kleinere Freitreppe neben dem Pavillion und einen Stadtbalkon auf der Höhe des Rathauses. Diese konkreten Vorschläge will man als Diskussionsimpuls auch in den Beirat einbringen.

 

 
 
 
 
 
 
Auch die gastronomische Nutzung des Rheinufers möchte das Bündnis im Einklang mit den Wünschen der Bürgerschaft und entgegen der bestehenden Planungen nicht auf eine mobile gastronomische Nutzung beschränkt sehen. Die Frage nach den geeigneten Anschlüssen für eine solche Nutzung ziehe zudem zahlreiche andere komplexe Fragestellungen wie die nach der Entflechtung von Fußgänger- und Fahrradverkehr, der Einrichtung von öffentlichen Toiletten und der Nachhaltigkeit dieses Gastronomiekonzepts nach sich. Das Bündnis befürwortet vielmehr eine stationäre gastronomische Nutzung des Boulevards unter Einbeziehung von Flächen des historischen Rathauses. Mit einer entsprechende Bildmontage, die eine zukünftige Nutzung in dieser Richtung visualisiert.
 
 
 

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