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Tipp: Den richtigen Jobcoach finden

Die Stiftung Warentest hat einen Bereich "Bildung, Weiterbildung" hier werden Dienstleistungen bewertet und analysiert.
Diese Meldung scheint sehr hilfreich, der Bericht (Quelle https://weiterbildungsguide.test .de)

"Coaching
Zu neuen Perspektiven per Coaching
Berufliche Sinnkrise, Neuorientierung, Karriereplanung? Wer im Job neue Wege gehen will, kann die Weichen dafür auch mithilfe eines Coaches stellen. Die Unterstützung hat aber ihren Preis.

Zu neuen Perspektiven per Coaching
Coaches unterstützen Berufstätige in schwierigen Situationen im Job – bei neuen Aufgaben etwa oder bei Konflikten mit Kollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Was weniger bekannt ist: Ein Coaching lässt sich auch nutzen, um neue berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Mit Karrierecoaching Strategien für den Berufweg entwickeln
Ob Sprung in die Selbstständigkeit, Wechsel des Arbeitgebers oder gar des Berufs - wer sich verändern möchte, kann per Beratung oder Coaching seinen Wünschen, Stärken und Potenzialen auf die Spur kommen und Strategien für seinen Berufsweg entwickeln. Diese Art des Coachings wird oft „Karrierecoaching“, „Coaching zur beruflichen Orientierung“ oder „Coaching zur Standortbestimmung“ genannt.

Wie ein Coaching funktioniert
Wer ein Coaching erwägt, muss wissen: Ratschläge erteilt der Coach nach seinem Selbstverständnis nicht. Er ist vielmehr ein neutraler Diskussionspartner, der seine Klienten zum Nachdenken anregt und sie mithilfe von Fragen, Rollenspielen, Perspektivwechseln und anderen Methoden zu neuen Einsichten führt. Coaches verstehen sich als Weg- und Prozessbegleiter für Menschen, die etwas verändern möchten. Damit sind Coachings auch eher auf einen längeren Zeitraum angelegt – zwischen fünf bis zehn Sitzungen sind die Regel. Das unterscheidet sie von Beratungen, die eher punktuell, also ein- oder zweimalig stattfinden. Weiterer Unterschied: Anders als der Coach gibt der Berater – als Experte für ein bestimmtes Thema – seinen Rat und seine Einschätzung durchaus an sein Gegenüber weiter.

Jeder kann sich Coach nennen
Rund 8 000 Coaches in Deutschland sind auf berufliche Fragestellungen spezialisiert. Doch die Branche ist unübersichtlich. „Coach“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Auch ohne jegliche Qualifikation kann sich jeder so nennen und seine Dienste anbieten. Die Stiftung Warentest hat Kriterien erarbeitet, auf die Verbraucher bei der Auswahl eines Coaches achten sollten. Mehr Infos dazu in der Download-Box unten.

Über Datenbanken und Verbände suchen
Für die gezielte Suche nach einem Coach eignen sich Datenbanken im Internet. Mit Schlagworten wie „Coach“ und „Datenbank“ sind sie im Netz leicht zu finden. Darüber hinaus können Interessierte bei den mehr als zwei Dutzend Verbänden für Coaches auf die Suche nach einem passenden Experten gehen (siehe Download-Box unten). Die Verbände verfügen in der Regel über Datenbanken, in denen ihre Mitglieder gelistet sind. Der Vorteil für Coaching-Interessierte: Viele Verbände haben strenge Aufnahmekriterien für die Mitgliedschaft. Das mindert das Risiko an einen schlecht qualifizierten Coach zu geraten.

Für die Suche Zeit nehmen
Für die Recherche in Datenbanken empfiehlt es sich, etwas Zeit einzuplanen. Beim Durchforsten der einzelnen Profile sollten sich Coach-Suchende zum Beispiel fragen: Hat der Coach Erfahrung mit dem Problem, das ich habe? Gehöre ich zu seinem typischen Klientenkreis? Wirkt der Coach sympathisch? Weiß er über meine Branche Bescheid? Ist eine erste Vorauswahl getroffen, kann es sinnvoll sein, sich auch die Webseiten der Coaches in der engeren Wahl anzuschauen, um den ersten Eindruck zu hinterfragen.

Erster Termin häufig kostenlos
Dann gilt es, den ausgewählten Coach zu kontaktieren und einen ersten Termin zu vereinbaren. Für den Ablauf dieser ersten Begegnung gibt es keinerlei Standards. Viele Coaches bieten ein kostenloses Erstgespräch an, in dem es darum geht, sich kennenzulernen und zu schauen, ob man miteinander arbeiten möchte. Im Vordergrund sollten das Anliegen des Klienten, das Vorgehen im Coaching sowie die Anzahl der Sitzungen und die Kosten für das Coaching stehen. Danach kann der potenzielle Klient entscheiden, ob er das Coaching machen möchte oder nicht. Es gibt allerdings auch Coaches, die anders vorgehen und zum Beispiel Anliegen und Rahmenbedingungen bereits vorab in einem Telefonat klären und beim ersten Treffen gleich ins Coaching einsteigen. Eins muss klar sein: Alle Vorgehensweisen sind in Ordnung. Ein kostenloses Erstgespräch ist keine Garantie für die Qualität des Coachings und die Seriosität des Coaches.

TIPP:
Fragen Sie bei der Terminabsprache nach, welchen Charakter der erste Termin hat, wie lange er dauert und ob dafür Kosten anfallen. Überlegen Sie sich zuvor, welche Erwartungen Sie an den Coach und das Coaching haben. Bringen Sie Ihre Vorstellungen notfalls auch ungefragt zur Sprache.

Unseriöse Coaches erkennen
Schwarze Schafe unter den Coaches lassen sich durchaus erkennen, zum Beispiel an falschen und unseriösen Versprechen. Jeder, der Reichtum und Glück durch ein Karrierecoaching in Aussicht stellt, agiert nicht seriös. Das gilt auch für Coaches, die versprechen, psychische Erkrankungen zu heilen. Ein Coach ist kein Psychotherapeut. Ängste oder Traumata kann er nicht behandeln. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Coach zu einem schnellen Vertragsabschluss drängt oder wenn er behauptet, er sei für jedes Problem der richtige Ansprechpartner. Ein guter Coach kennt seine Grenzen und verweist an Kollegen, wenn er einen Auftrag nicht erfüllen kann.

Was ein Coaching kostet
Sofern es um Herausforderungen am Arbeitsplatz geht, übernimmt unter Umständen der Arbeitgeber die Kosten des Coachings. Wer hingegen auf der Suche nach beruflichen Alternativen zu seiner jetzigen Position ist, wird das Honorar für den Coach aus eigener Tasche zahlen müssen. Ganz billig ist das nicht. Die Kosten bewegen sich etwa zwischen 100 bis 350 Euro pro Zeitstunde. Kleiner Trost: Für Privatzahler veranschlagen viele Coaches geringere Honorare als für Unternehmen. Im Jahr 2014 betrug der durchschnittliche Stundensatz für privat gezahlte Coachings 130 Euro. Unternehmen zahlten im Schnitt 187 Euro pro Stunde.

Weiterbildungswillige, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, können einen Gutschein für ein Coaching bei der Arbeitsagentur bekommen.

TIPP:
Wenn Sie das Coaching aus eigener Tasche gezahlt haben, können Sie die Kosten von der Steuer absetzen. Mehr dazu unter Steuern sparen."

und weiter heisst es im Text der Stiftung Warentest:

"Coaching Arbeitsagentur
Wann die Agentur für Arbeit den Coach bezahlt
Sich coachen zu lassen, ist meist teuer. Schnell können dafür ein paar hundert Euro anfallen. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann bei seiner Arbeitsagentur einen Gutschein für ein berufliches Coaching bekommen.

Nachhilfe in Sachen Bewerbung
Das Telefoninterview mit dem potenziellen Arbeitgeber lief miserabel. Nach dem Gespräch war für Lena Hollstein* klar: Nachhilfe in Sachen Bewerbung muss her. „Ich hatte mich von einigen Fragen sehr verunsichern lassen“, erzählt Hollstein rückblickend. Bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur fragte die damals arbeitslose Journalistin um Rat und Unterstützung. Diese half unkompliziert mit dem sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, kurz AVGS, für ein individuelles Bewerbungscoaching.

Einsetzbar für ein berufliches Coaching
Mit einem AVGS sagt die Arbeitsagentur zu, dass sie die Kosten für ein Coaching übernimmt. Der Gutschein wird nur nach einer Beratung ausgestellt und ist für berufliche Coachings unterschiedlicher Art erhältlich. Die Maßnahmen können zum Beispiel bei der beruflichen Neuorientierung, bei einer Existenzgründung oder in Bewerbungsphasen unterstützen. Auch Coachings, die durch die erste Zeit in einem neuen Job begleiten, sind mit dem AVGS förderbar.

Ein Rechtsanspruch besteht nicht
Den Gutschein gibt es sowohl für Arbeitslose als auch für Beschäftigte, denen die Arbeitslosigkeit droht, zum Beispiel weil eine Kündigung ausgesprochen wurde oder weil der Arbeitsvertrag ausläuft. Voraussetzung ist, dass Antragsteller bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur oder ihrem Jobcenter gemeldet sind. Kleiner Wermutstropfen: Ein Rechtsanspruch auf den Gutschein besteht nicht. „Es liegt im Ermessen des Mitarbeiters der Arbeitsagentur, ob er den AVGS für ein Coaching ausstellt“, sagt Susanne Eikemeier, Pressereferentin der Bundesagentur für Arbeit. „Die Förderung muss notwendig sein, um den Kunden bei der beruflichen Eingliederung zu unterstützen.“

Mit guten Argumenten in die Beratung
Lena Hollstein wusste damals genau, was sie wollte: ein kompaktes Bewerbungscoaching, möglichst an ein bis zwei Tagen. „Mir war wichtig, Vorstellungsgespräche mit dem Coach durchzuspielen“, so Hollstein. „Außerdem wollte ich ein Feedback auf meine Bewerbungsunterlagen bekommen.“ Die für sie zuständige Mitarbeiterin der Arbeitsagentur ließ sich schnell überzeugen, notierte Inhalte und Dauer des Coachings auf dem Gutschein und wie lange er gültig ist. Damit der AVGS zeitnah eingelöst wird, ist die Gültigkeit in der Regel auf maximal drei Monate begrenzt.

TIPP:
Bereiten Sie sich auf das Gespräch bei der Arbeitsagentur vor. Überlegen Sie sich gute Argumente, warum das Coaching für Sie wichtig ist.

Den Coach muss sich jeder selbst suchen
Da die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen keine Coaches empfehlen dürfen, muss sich jeder, der den Gutschein erhalten hat, selbst auf die Suche begeben. „Das war mühsam“, sagt Lena Hollstein. Der ausgewählte Coach muss nämlich von der Arbeitsagentur autorisiert sein, den AVGS einzulösen. Auch sein Coaching-Angebot muss zugelassen sein. „Das ist bei vielen Anbietern aber nicht auf Anhieb erkennbar“, so Hollstein. „Ich musste ganz schön im Internet surfen, um passende Kandidaten zu finden.“

TIPP:
Kombinieren Sie bei Ihrer Suche im Internet sinnvolle Schlagwörter, zum Beispiel „Coaching Bewerbung AVGS Berlin“ oder „Coaching Existenzgründung AVGS München“.

Buchung erst nach Zusage der Arbeitsagentur
Wer einen passenden Coach gefunden hat, muss bei ihm ein Angebot für das Coaching einholen und es dann bei seiner Arbeitsagentur einreichen. Diese prüft, ob Inhalte und Dauer des Angebots mit den Gutscheinkonditionen übereinstimmen. Nach der Zusage des zuständigen Mitarbeiters der Agentur darf der Coaching-Interessierte buchen.

Welche Kosten die Agentur übernimmt
Ist die Teilnahme bewilligt, rechnet die Arbeitsagentur das Coaching mit dem jeweiligen Anbieter ab. Gutschein-Empfänger müssen also nicht in Vorleistung gehen. Darüber hinaus können weitere Kosten „in angemessener Höhe“ übernommen werden, zum Beispiel für Fahrten, für Kinderbetreuung während der Maßnahme und manchmal auch für Übernachtungen und Verpflegung. Diese Kosten werden aber in der Regel erst nach der Maßnahme auf Antrag erstattet. Wichtig dafür: unbedingt alle Belege aufheben!

Überzeugender als gedacht
Lena Hollstein hat das Bewerbungscoaching eher wenig gebracht. „Die Chemie zwischen dem Coach und mir stimmte einfach nicht“, erzählt sie. Die gute Nachricht: Inzwischen arbeitet Hollstein als freie Journalistin, und zwar unter anderem für den Arbeitgeber, mit dem sie das vermeintlich verpatzte Telefoninterview hatte. Sie war in dem Gespräch wohl doch überzeugender, als sie dachte".

Was kann die Porzer Illustrierte dazu sagen?
In Köln gibt es zahlreiche Anbieter "Bewerbungstraining für Arbeitslose" sowie Anbieter für Führungskräfte. Wenig zu empfehlen sind Coaches die sich auf die Beratung von "Landsmannschaften" und Religionszugehörigkeit spezialisiert haben, da diese auf den offenen säkulären deutschen Arbeitsmarkt oft wenig vorbereiten. Auch sollte das Gespräch nach Möglichkeit auf deutsch geführt werden - so wie bei der Arbeit. Wer kein deutsch kann bekommt in der regel auch keinen Job - es sei denn er oder sie ist eine extrem begehrte Fachkraft. Wenn bei einem Besuch ein negativer Eindruck besteht, sollte man sich lieber einen anderen Berater suchen. Ein Jobcoach sollte sich schon auskennen auf dem Arbeitsmarkt, wenn Sie der Eindruck haben, dass er nur theoretisches Wissen hat, lieber einen anderen nehmen.

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