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Uniklinik Köln nimmt neues PET/CT in Betrieb

Deutschlandweit modernstes Gerät dieser Art steht in der Nuklearmedizin
 
Die Positronen-Emissions-Tomographie in Kombination mit der Computertomographie (PET/CT) ist moderner Bestandteil der Diagnostik von Tumorerkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems, wie beispielsweise Demenzen. In der Klinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln ist jetzt ein neues PET/CT-Gerät als erstes und damit modernstes dieser Art in Deutschland in Betrieb genommen worden. Der Scanner bietet optimierte Bildqualität und Empfindlichkeit bei einem höheren Patientenkomfort sowie kürzeren Untersuchungszeiten bei zugleich deutlich verringerter Strahlenbelastung.
 
Der moderne Scanner (Siemens Biograph mCT Flow 128 Edge)kombiniert eine neuartige Detektortechnologie für die PET und die 128-Zeilen High-End CT Technik mit einem nahtlosen Patientenvorschub-Verfahren. Die neue Technologie weist durch die Kombination exakter struktureller und sensitiver funktioneller Information nicht nur eine besonders hohe Empfindlichkeit zum Nachweis von kleinsten Metastasen und verbliebenem Tumorgewebe bei vielen Krebserkrankungen auf, sondern ermöglicht auch eine Reduktion der Strahlenbelastung um teils mehr als 50 Prozent.
 
Der besonders große Durchmesser der Kamera-Öffnung reduziert zudem Platzangst und die kontinuierliche Vorschubtechnik ohne Aufnahme-Stopps ermöglicht den Patienten eine Verkürzung der Untersuchungsdauer. „Wir erwarten, dass sich mit dem neuen Scanner gegenüber vorangehenden Geräten das Ausmaß vieler Tumorerkrankungen exakter bestimmen lässt und auch Rezidive zum Beispiel beim Prostatakarzinom früher erkennbar werden“, erklärt Prof. Dr. Alexander Drzezga, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin.
 
Darüber hinaus ermöglicht das neue PET/CT eine noch exaktere Kontrolle des Therapie-Ansprechens (Staging). So kann bei Bedarf eine Therapie-Anpassung vorgenommen und damit eine maßgeschneiderte Behandlung angeboten werden, zum Beispiel Lungen-Krebs. Vor allem in Kooperation mit den Experten des Centrums für integrierte Onkologie Köln Bonn (CIO) können diese Möglichkeiten für die personalisierte Krebstherapie optimal genutzt werden. Auch Krankheiten des Nervensystems können früher und exakter erkannt werden. Hier wird beispielsweise eine Frühdiagnose der Alzheimer-Erkrankung möglich – auch bereits in Stadien mit nur geringen Beschwerden. Durch die an der Uniklinik Köln vorhandene Infrastruktur zur Entwicklung neuer, teils exklusiver Tracer, Spürsubstanzen für die PET-Bildgebung, ergibt sich mit dem neuen PET/CT-Scanner ein besonderes Synergiepotential.
 
Das neue PET/CT-Gerät ist mit sogenannter "high definition" und "Time-of-Flight"-Technologie ("Ultra-HD") ausgestattet. Zudem ist auch die Technik der CT-Komponente mit dem sogenannten „Stellar-Detektor“ und der „Edge-Technologie“ auf dem neuesten Stand. Hieraus resultieren die verbesserte Auflösung und die kontrastreicheren Bilder bei geringerer Strahlenbelastung. Zur weiteren Verkürzung der Untersuchungszeit und gesteigerter Empfindlichkeit ist das Gesichtsfeld des PET durch einen vierten Detektorring auf 21 Zentimeter verlängert und das CT mit einer 128-Schichten Technik ausgestattet. „Die Befundung auf Basis dieses komplexen Hybrid-Verfahrens erfolgt bei uns gemeinsam durch Fachärzte der Nuklearmedizin und der Radiologie“, so Prof. Drzezga.
„Wissenschaftlich erhoffen wir uns durch diesen technischen Fortschritt neue Einblicke in das Verständnis von Krankheiten“, sagt der Mediziner. „Daraus folgt auch die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren und die Möglichkeit, die Wirksamkeit neuer zielgerichteter Therapien noch frühzeitiger festzustellen. So wollen wir gemeinsam mit den Kollegen anderer Fachrichtungen für jeden einzelnen Patienten eine ideal angepasste Behandlung gewährleisten.“
 
Bildrechte: Uniklinik Köln

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