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Wieder Baumfrevel in Porz-Ensen

Drei Linden wurden durchgesägt und sind nicht mehr zu retten
Nach einer Pause von exakt drei Jahren hat sich am Leinpfad in Porz-Ensen vermutlich in der Nacht zu heute, 24. April 2017, wieder ein Fall von Baumfrevel ereignet. Unbe-kannte sägten drei kürzlich gepflanzte Linden soweit durch, dass die Bäume nicht mehr überlebensfähig sind. Bis 2014 hatte es am Ensener und Westhovener Rheinufer eine Serie von etwa 20 Baumfrevel-Fällen gegeben. Meist waren gerade frisch gepflanzte Jungbäume Opfer der Anschläge geworden.
Eine Baumschutzinitiative aus Westhoven vermutet, dass sich Anwohner auf diesem Weg den freien Blick auf den Fluss erhalten wollen. Auch das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen geht von einer gezielten Aktion aus. Aus gegebenem Anlass weist es darauf hin, dass die Böschung zwischen dem Leinpfad und den höher gelegenen Häusern städtisches Gelände ist und dort auch Rodungen von Büschen verboten sind.
Wegen der Anschlagsserie schützt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen die Stämme von neu gepflanzten Bäumen mit einem Drahtgeflecht. Nicht immer mit Erfolg, im jüngsten Fall sägten die Täter auch die Schutzvorrichtung durch. Außerdem hat das Amt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, ausgesetzt. Amtsleiter Manfred Kaune: „Wir wollen deutlich machen, dass es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat handelt, wenn öffentliches, steuerfinanziertes Eigentum mutwillig zerstört wird. Dass wir eine Belohnung aussetzen, ist sicherlich ungewöhnlich. Wegen der Höhe des bisher entstandenen Schadens, der abschreckenden Wirkung auf die Täter und nicht zuletzt der Chance, die "Baumfrevler zu überführen, ist dieser Schritt aber gerechtfertigt. “Die Serie von Baumfreveln in Porz- Ensen begann im Februar 2012 mit der massiven Beschädigung einer Linde. Bis zum 17. April 2014 wurden am Leinpfad entlang des Rheins zehn Linden und 13 Pappeln angesägt, gefällt oder mit einer chemischen Substanz vergiftet. Danach riss die Serie plötzlich ab. Vorher hatte die Stadt Köln jeden Fall bekannt gemacht, die örtliche Polizei eingeschaltet und Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. Weiterhin pflanzte das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen an den entsprechenden Stellen neue Bäume, um die die über 1,5 Kilometer lange für das Stadtklima und die Gestaltung des Rheinufers wertvolle Baumreihe wieder zu vervollständigen. Der materielle Schaden des Baumfrevels beträgt pro Baum inklusive Neupflanzung und Pflege des neuen Exemplars rund 1.200 Euro.
Hinweise werden erbeten an die Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, unter Tel. (0221) 221-26037 und (0221) 221-26107 oder (0221) 229-0 an die Polizei. Wer jemanden auf frischer Tat beobachtet, kann auch die Notfallnummer 110 wählen.

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