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Chorweiler: Mieter reichen Petition ein /Themenschwerpunkt Mieterselbstorganisation

Am Donnerstag, dem 2.04., haben mehrere Mieter*innen des Mietkonzerns In-West mit Unterstützung der Linken eine Petition an den Vermieter übergeben, in der sie Forderungen zur Verbesserung der Wohnsituation in der Osloer Straße stellen. Die Petition wurde von 137 Mieter*innen unterzeichnet, was den breiten Rückhalt im Haus für ihre Anliegen demonstriert, und basiert auf den Ergebnissen einer Mieter*innenversammlung, die am 7. März stattfand.
„Die Menschen warten schon lange in menschenunwürdigen Zuständen darauf, dass sich ihre Wohnsituation endlich bessert. In-West hat nun bei der Übergabe der Petition versprochen, sich den Problemen anzunehmen. Wir als Linke bleiben weiterhin im Kontakt mit den Mieter*innen, um deren Kampf für bessere Wohnbedingungen zu unterstützen und den Prozess zu beobachten“, sagt Ratsmitglied Eva Caspers, die bei der Übergabe beteiligt war.
„Auf Versprechungen muss jetzt Handeln folgen, und dafür ist wichtig, dass sich die Mieter*innen weiterhin für bessere Wohnbedingungen organisieren. Für uns ist zentral, dass die Verbesserungen den Bestandsmieter*innen zugutekommen, die hier teilweise schon seit Jahrzehnten leben.“, ergänzt Jan Schiffer, Kreissprecher der Linken, der bei der Übergabe und der Mieter*innenversammlung anwesend war.
 
Was ist Mieterselbstorganisation?
Um uns selber müssen wir uns selber kümmern, gemeinsam sind wir stark! 
Ein Mieterrat ist eine Selbstorganisation von Mietern die ihrer Position durch Organisation Gewicht verleihen, man trifft sich regelmäßig, verfasst gemeinsame Beschwerden, macht Verbesserungsvorschläge, berät andere Mieterinnen und Mieter in Problemsituationen, verbessert aktiv das Wohnumfeld. Setzt sich für gemeinschaftsprojekte aktiv ein ob Gemeinschaftsgarten, Mieterfest, Stadtteilfest, Sauberkeit und Familienfreundlichkeit zum Beispiel. Viele Mieterräte organisieren ein Nachbarschaftsfest, viele Mieterräte gemeinsam veranstalten im Stadtteil oder Stadtbezirk ein Kulturfest usw. all dies zeigt wir sind mehr als nur Bewohner wir sind ein lebendiges Veedel, bei und ist Zusammenhalt nicht ein Label sondern es ist ein Fakt. 
In Zeiten leerer kommunaler Kassen bietet sich das Zeitfenster die Stadt zurückzuerobern mit Selbstorganisation. Die Städte heben nicht mehr die Mittel überall Stellvertreterstrukturen zu installieren die mit einem reden nicht für einen, die Selbstorganisation ist das eigene Interesse, man kann sich beraten lassen, vernetzen mit anderen Mieterräten aber nicht seine Souveränität abgegeben.
Die Mieterselbstorganisation ist eine der klassischen sozialistischen Selbstorganisationen. Selbstorganisationen akzeptieren keine dazwischengeschaltete Instanzen wie Sozialarbeiter oder Wohnraumkoordination, können sich aber mit ihnen verbünden, auch mit dem Eigentümer können Bündnisse und gemeinsame Projekte gefunden werden.
Zu diesem Thema wird die Porzer Illustrierte einen eigenen ausführlichen Artikel erstellen und an dieser Stelle verlinken.
 

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