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Mieterinnen und Mieter machen mobil gegen die Preissteigerungen

Es wird in den beiden nördlichen rechtsrheinischen Stadtbezirken demonstriert
Neubauwohnungen lassen den Mietspiegel steigen, bundesweiter Aktionstag
Das Solidaritätsnetzwerk Köln ruft für Samstag um 14:00 bei Kalk Markt zu einer Demonstration unter dem Motto „Nein zur Verdrängung in Kalk, Mülheim und ganz Köln!“ auf.
„In den letzten Jahren wird auch rechtsrheinisch massiv gebaut. Doch die neuen Wohnungen von Wohnungskonzernen wie „Vonovia“ sind alles andere als bezahlbar. Oft liegt der Quadratmeterpreis bei 12€ und mehr – das treibt auch die anderen Mieten in die Höhe“, heißt es im Aufruf der Organisator:innen: „Immer mehr Menschen müssen sich dazwischen entscheiden bei ihren alltäglichen Ausgaben zu sparen, oder aber noch weiter aus der Stadt raus zu ziehen. Im schlimmsten Fall droht die Zwangsräumung. Wir sagen nein zu dieser Verdrängung!“
Tim Losowski vom Solidaritätsnetzwerk Köln stellt klar: „Gegen diese Entwicklung hilft nur eins: sich als Mieter:innen organisieren, rechtlichen Beistand suchen, Öffentlichkeit schaffen, laut werden! Die Mieter:innen-Bewegung in Berlin hat gezeigt dass das möglich ist: dort haben am 26.9 über eine Millionen Menschen für einen Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne gestimmt. Auch wenn damit das Mietproblem nicht komplett gelöst wird – dieser Erfolg war nur durch Organisierung in jedem Stadtviertel möglich. Das können wir in Köln und gerade auf der Schäl Sick auch!“
Die Organisatorinnen kritisieren, dass der Quadratmeterpreis im Stadtteil Kalk in den letzten drei Jahren um knapp 15 Prozent gestiegen ist – von 9,70€ (2018) auf 11,14€ (2021). In Mülheim stieg der Preis im gleichen Zeitraum von 10,71€ auf 11,81€, also um über 10%.
Die Demonstration ist Teil eines bundesweiten Aktionstages unter dem Motto „Nach der Wahl ist vor der Mieterhöhung – Helfen wir uns selbst bei Mietproblemen!“ und wird von Kalk durch Buchheim in die Stegerwaldsiedlung ziehen.

 

In den 1990er Jahren gab es noch eine ganze Reihe von Mieterräten in den Siedlungen im rechtsrheinischen Köln. Unter anderem konnte erfolgreich verhindert werden, dass die GAG privatisiert wird.

 

Die aktuelle Krise ist Folge der Privatisierung großer Wohnsiedlungen in den 2000er Jahren. Im Einzelnen: die neoliberale rot-grüne NRW Landesregierung, sowie der Wohnraumverknappung durch starke Migration nach NRW, dem gesteigerten Wohnraumbedarf je Kopf, sowie den hohen Standards und hohe Kosten der Neubauten und den Einnahmeerwartungen der Eigentümer.

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