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Essen: Theaterversion der legendären "Proletenpassion"

Proletenpassion

von Heinz R. Unger und den „Schmetterlingen“
In einer Bearbeitung von Bernd Freytag und Mark Polscher

 

ACHTUNG: Die Kritiken sind teils vernichtend, es soll eine "Proletendepression" und ein "Mausoleum" ohne Lernprozeß sein. Zur Zeit wird allenthalben versucht der Dynamik linker Kultur durch falsches nacherzählen die Luft heraus zu nehmen. Es fehlen einfach für NRW, Süddeutschland, ost- und Norddeutschland je eine feste größere Agitprop Gruppe mit Chor, Theatergruppe, Orchester und Straßen und Kundgebungsprogramm. Hierzu müssten in NRW ca. 300 Kulturschffende die noch Dynamik ausstrahlen wollen und können jeden Alters zusammenfinden. Zwar werden in öffentlichen Theatern und Konzerthäusern die religiösen Stücke sehr genau widergegeben, jedoch die Proletenpassion wird natürlich - warum eigentlich - ihrer zentralen Anliegen beraubt. Antikommunisten können einfach nicht anders, es muss tatsächlich soetwas wie eine Krankheit sein.

Schade als die Proletenpassion in Köln in ausverkaufter Sporthalle vor 8.000 Leuten aufgeführt wurde, gab es danach eine sehr große inspirierte Großdemo durch Köln. Die Ressourcen der Kulturlandschaft werden nicht progessiv genutzt.

 

Hier eine alte 3Sat TV Aufnahme einer Bühnenvorstellung der Schmetterlinge bei youtube zu sehen:

Proletenpassion in 6 Teilen

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

 

Premiere am 10. Mai 2018 im Grillo-Theater, 2 Stunden 10 Minuten - keine Pause

Termine
16. Mai, 21. Mai, 24. Mai, 29. Mai
2. Juni, 3. Juni, 14. Juni, 15.Juni
 

Das Stück

Jeden Tag wird eine neue Seite ins Geschichtsbuch geschrieben. Wer schreibt sie? Geschieht Geschichte mit uns oder machen wir unsere Geschichte? Die Geschichte des Ruhrgebiets ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Arbeiter. Seit der Bergbau im 19. Jahrhundert industrialisiert wurde, erlebte die Region einen beispiellosen Boom. Und so ballte sich hier auch die neu entstehende Arbeiterklasse, hier sammelten sich die Massen, die Karl Marx als das Proletariat zum revolutionären Subjekt der Geschichte erklärte. Eine eigene proletarische Kultur entstand, die Kneipe, Kirmes und Kino genauso umfasste wie Sport und natürlich Politik: Streik, Wider- und Aufstand waren stets Teil dieser Kultur – eine sterbende Kultur. Während sich viele noch immer an den ehrlichen proletarischen Charme der Arbeit klammern, ist dieser aus den Städten schon beinahe verschwunden. Die Geschichte hat hier eine klaffende Lücke hinterlassen, denn die sozialen und politischen Fragen der Arbeiterbewegung scheinen bestenfalls suspendiert zu sein, nicht aber beantwortet.

Die „Proletenpassion“ ist ein 1976 bei den Wiener Festwochen uraufgeführtes politisches Oratorium der Rockgruppe „Schmetterlinge“, für das der Autor Heinz Rudolf Unger die Texte verfasste. Als historische Revue folgt sie den sozialen Konflikten von den Bauernkriegen bis ins 20. Jahrhundert und stellt der Geschichte der Herrschenden eine Geschichte von unten entgegen. Eine Geschichte der Hoffnung auf Veränderung ist es, die hier geschrieben wird, aber auch eine des Scheiterns, der verpassten Chancen und der Niederlagen. 2018, wenn mit dem Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop die letzte Zeche im Ruhrgebiet geschlossen wird, werden Bernd Freytag und Mark Polscher, die am Schauspiel Essen bereits gemeinsam Elfriede Jelineks „Wolken.Heim.“ auf die Bühne gebracht haben, die „Proletenpassion“ mit einem großen Laienchor neu inszenieren.

 

Quelle und Bild: Theater Essen theather-essen.de

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