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Türkischer "Prinz" läuft Amok, USA geht auf Distanz

Die umkämpfte nordsyrische Grenzregion zur Türkei  steht kurz vor der Rückeroberung durch Damaskus. Türkei greift in kopfloser Wut unkontrolliert und ohne Verhältnismäßigkeit syrische Kurden mit schweren Bodengeschützen von türkischem Boden aus an. Immerhin riskiert die Türkei keine Konfrontation mit Syrien / Russland - dann stünde die NATO auf dem Plan. Die NATO Partner wollen dies eindeutig nicht, inzwischen geht die führende  NATO Macht USA deutlich auf Distanz zu dem zusehends an Fassung verlierenden türkischen "Prinzen" wie er sich selbst nennt. Die Türkei isoliert sich zusehends von derr westlichen Welt muss Kooperation inzwischen erpressen. Eine Erpressung wird keinen Wert erbringen. Angesichts der fehlenden Analysefähigkeit und der mangelnden Weitsicht der türkischen Führung versuchen die Partner den wild gewordenen "Prinzen" Erdogan anzuketten. Ein Appell ans Gehirn wird wenig bringen, die westlichen Partner haben allerdings kaum Druckmittel -im Gegenteil, dass die Türkei nicht in die EU kommt hat bereits jeder verstanden,
Die Erfolge der Kurden werden durch ein paar Artillerieschüsse mehr nicht gefährdet. Ein typisches Eigentor der Türken. Zu dem Konflikt ist der Irak zu sehen, in Syrien ist erst seit 2011 Bürgerkrieg, der Irak war bereits im letzten Jahrhundert auf der Zielscheibe der USA. Der Irakkrieg (auch Zweiter Irakkrieg oder Dritter Golfkrieg) war eine völkerrechtswidrige Militärinvasion der USA, Großbritaniens und einer "Koalition der Willigen". Er begann mit einem langjährigen Embargo. Hier eine Information zum Embargo aus "Die Welt".  es folgte am 20. März 2003 die Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad und führte zur Eroberung der Hauptstadt und zum Sturz des irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein. Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush den Krieg für siegreich beendet, tatsächlich zog Obama erst ca. 10 Jahre später ab, mit desaströsen ergebnissen für den Irak und Syrien, der IS war geboren, da die schiitische Regierung des Irak die alten Baath Eliten unterdrückte, nicht verstand einzubinden, wie es die USA teilweise eingeleitet hatten.
Die US-Regierung Bushs hatte den Sturz Saddam Husseins seit Januar 2001 erwogen und nutzte die Terroranschläge am 11. September 2001 dazu, einen Invasionsplan national und international durchzusetzen. Sie begründete diesen als notwendigen Präventivkrieg, die USA und GB haben immens an Glaubwürdigkeit verloiren, der GB Premierminister bekam den Namen "Lügner" "Blair Liar" um einen angeblich bevorstehenden Angriff des Iraks mit Massenvernichtungswaffen auf die USA zu verhindern. Dafür erhielt sie kein UN Mandat des UN Sicherheitsrates und brach somit das Verbot eines Angriffskrieges in der UN Charta. Seitdem gab es ein Problem der Moslems mit dem Westen und umgekehrt seitdem wurde den westlichen Allierten WW 2 Siegern kein Wort mehr geglaubt - auch posthum sozusagen.

LÖSUNGSVARIANTE:
Diese Lösung drängte sich bereits vor dem Eintritt Russlands als einzig realistische auf, das Szenario ist klar.
Stand:
- syrische Kurden haben sich mit fortschrittlichen Arabern verbunden und haben die Versorgungswege zwischen der Türkei und der von ihr unterstützten "Islamischen Front" in Aleppo unter Kontrolle gebracht , nachdem russische Jäger die Straßen zerbombt und unterbrochen haben, die Islamisten vertrieben wurden. Die Türken müssen zusehen wie "ihre" Truppen in Syrien untergehen.
- Truppen der syrischen Regierung sind vorgestoßen und erobern gerade ein Stadtviertel nach dem anderen in Aleppo, der militärische Erfolg ist zum Greifen nahe (deswegen drehen Ankara und Riad gerade durch und laufen Amok) Mit Aleppo wäre der Westteil entschieden, der Rest ist relativ einfach (alles militärisch betrachtet).
Es bahnt sich die Umsetzung des einzig logischen militärischen Planes zum Sieg über den IS an, diese Strategie haben die Rußen von Anfang an beibehalten:
Erstens -  kontrolliere den Westteil des Landes, halte dir den Rücken frei und besiege alle militärisch relevanten Gegner im Westen, zwinge andere zur Aufgabe zur Niederlegung der Waffen, zur Kooperation
Zweitens - mach den IS fertig und jag ihn zu seinen Freunden in Saudi Arabien, der Türkei, die freuen sich jetzt schon.
und dann kommt vermutet
Drittens: Baath 2.0 in Syrien und Irak und
Viertens: Niedergang der Türkei und Saudi Arabiens in Relation zu diesen kultivierten Arabischen Nationen. Der Einfluss des Islam auf die Politik wird zurückgedrängt, zwangsläufig auch im Iran, der sich im Öffnungsprozeß befindet. Damit würde die Erde erheblich leichter werden.
und Fünftens Ruhe, Entwicklung und Frieden in der Region.
Diesen Plan hätte der Westen auch umsetzen können gegen die Prinzen und die Scheichs. Die USA und Deutschland scheinen sich inzwischen dieser Position anzunähern. Die Deutschen und Europäer können Putin dankbar sein, sollte dieser friedensschaffende militärische und politische Plan aufgehen. Jedenfalls sollten die Europäer alles daran setzen, dass es sich in diese Richtung bewegt. Die Syrer und Iraker in Europa können Bestens auf ein solches Ergebnis eingestellt und kooperativ vorbereitet werden. Das sind gute fleißige Menschen, beide Länder können noch die Entwicklungskurve nehmen, es muss nur zur Aussöhnung und Kooperation kommen, nachdem die Klerikalfaschisten aller Varianten niedergeschlagen wurden.
Die USA haben sich eingeschaltet und fordern einen Stopp der türkischen Angriffe. Ankara müsse "den Beschuss beenden", sagte US-Außenamtssprecher John Kirby am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.
Sollte es den Truppen gelingen, alle von den islamischen Rebellen gehaltenen Stadtteile Aleppos zurückzuerobern, wäre das der größte Sieg für die Assad-Kämpfer seit Beginn des Konflikts in Syrien im März 2011. Nun ist der Weg für die entscheidenden vernichtenden Militärschläge für den IS frei.
Es ist nun wichtig, dass nicht nur die Kurden sondern auch die Demokraten eine Front mit Damaskus bilden, nur so gibt es eine Option auf eine legale demokratische Opposition nach der Wiederherstellung der Souveränität Syriens. Es ist wenig glaubwürdig an der Seite von islamistischen Gotteskriegern zu kämpfen. Da die Demokraten nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, müssen sie sich zwangsläufig entscheiden, mit wem sie kooperieren wollen - glaubhaft. Ich würde der Türkei und Saudi Arabien, dem türkischen "Prinzen" und den Scheichs keinen mm weit Vertrauen entgegenbringen.
Nicht auszuschließen, dass es zu den Offizieren des IS oft ehemalige Baath Offiziere von Saddam Hussein zu Kontakten und einer Einigung kommt ohne die sunnitischen Helfershelfer aus allen Ländern. Die Stämme waren in Syrien integriert,wie dies zuvor der Fall war. Im Irak hat die von den USA eingesetzte schiitische Regierung, die eine knappe Bevölkerungsmehrheit repräsentiert sehr viele Fehler gemacht und dazu beigetragen, dass der Bruch an der Ethnie und der Religion geschah. Zum Ausgleich von Schiiten und Sunniten kann es nur kommen wenn Religion und Stamm nur noch untergeordnete Rollen wie Fußball oder Musik spielen. Wenn sie Folklore und Privatsache werden. Das politische System im Irak und Syrien muss ähnlich dem Baath System ein reformiertes, rechtsstaatliches entsprechend der Baath Idee: Baath 2.0
Baath, die sozialistisch orientierte Herrschaftspartei des Irak (inzwischen verboten) und Syriens, hatte ursprünglich Großes vor. "Wiedergeburt" lautet der Name übersetzt - es sollte die Renaissance eines panarabischen Sozialismus werden. Die Charta der Partei aus dem Jahre 1947 verspricht das politische Paradies auf Erden. "Die Araber bilden eine einzige Nation. Es ist ihr natürliches Recht, in einem einzigen Staat zu leben und ihre Potenzen frei zu entwickeln", steht da geschrieben. Also sei das "arabische Vaterland" eine "politische und wirtschaftliche Einheit". Grundlage der Herrschaft sei die Souveränität des Volkes. "Die Freiheit der Rede, der Versammlung des Glaubens und der Wissenschaft ist geheiligt."
Das war der Traum der "Arabischen Sozialistischen Wiedererweckungspartei", die zwei Syrer Anfang des vorigen Jahrhunderts ins Leben riefen. Der orthodoxe Christ Michel Aflaq (1900-1989) und der sunnitische Muslim Salah ad-Din al-Bitar (1912-1980) waren angesteckt von den nationalen Ideen Europas und wollten die arabische Nation wiedererwecken.
Diese Vorstellung wäre dass, was der Region aktuell am Besten bekommen würde. Den ganzen Religionsquatsch auf den Müllhaufen der Geschichte, Ärmel hoch und ein friedvolles, zufriedenes, sorgenfreies Leben führen. Auch die Schiiten im Irak müssen den religiösen Charakter der Nachkriegsordnung fallen lassen.
Alle die weiterhin eine Islamisierung der Region vorschwebt, einem anderen Ziel dienten die Feldzüge gegen Baath Regime und Libyen politisch nicht, muss der Riegel vorgeschoben werden.

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