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Bundestagswahl in NRW: Zweitstimmenergebnisse

Das amtliche Endergebnis bundesweit bestätigt die Prognose, die SPD ist mit 25,7% stärkste Partei geworden. Die CDU/CSU erreichte insgesamt 1,6% weniger Stimmen 24,1% was immerhin ca. 800.000 Wählerinnen und Wähler weniger ausmacht.. Beide Parteien kündigen an eine Regierung bilden zu wollen, dass macht es nicht einfacher. Indessen haben FDP (11,5%) und Grüne (14,8%) angekündigt miteinander Vorgespräche führen zu wollen, dies kann es noch schwerer machen eine neue Regierung zu bilden. Die linke hat die 5% nicht erreicht wird jedoch durch mehrere Direktmandate mit 39 Abgeordneten einziehen können. Nun steht eine Korrektur entweder in Richtung Wagenknecht oder in Richtung Ramelow an, eine Spaltung bleibt nicht auszuschließen.
NRW Zweitstimmenergebnisse (Parteien)
Wahlberechtigte in NRW: 13 Millionen 40 Tausend 815
Das sind ein Fünftel der Wählerinnen und Wähler in der Bundesrepublik und mehr Wählerinnen und Wähler als in den Bundesländern der ehemaligen DDR gesamt. NRW ist wichtig und hat politisch eine starke rote Geschichte in den Städten und eine schwarze auf dem Lande, das Gewicht liegt auf der Stadt. 
NRW das ist das Land Friedrich Engels (Wuppertal- Barmen), das Land August Bebels (Köln Deutz) des Kölner Arbeiterverein (KAV), der arbeiter- und Soldatenräte, der Roten Ruhrarmee usw. usw.  einst bewegte der Sozialismus, die Arbeiterbewegung in NRW die Massen, was ist davon geblieben? Es gab Rheinhausen (1987), es gab die massenhafte Antifa Anfang der 1990er, es gab die Großdemos die Kohl in die Wüste schickten ("Der Dicke muss weg" 1997 Kampagne der Bergarbeiter gegen die Kohlregierung) usw.
Einst stand rot für die Zukunft, wo ist der Elan geblieben? Wäre eine neue Bundesregierung unter Führung der SPD eine rote Regierung? Wohl eher nicht, die möglichen Koalitionspartner sind liberal bürgerlich. Zudem ist die Aussenpolitik im Wahlkampf viel zu kurz gekommen, die gescheiterte NATO wird von den Parteien mit Ausnahme der Linken wie eine heilige Kuh behandelt. Kann es in NRW ein besonderes Aufleben dieser Geschichte geben? Könnte diese erneut eine bundesweite Wende einleiten?

Die proletarischen Positionen sind in der linken Politik unterbelichtet, das leitende Personal ist bürgerlich (sozialisiert)
Die sozialistischen Parteien müssen gründlich an ihrem sozialistischen Image auch in NRW arbeiten. Die Ergebnisse hierzulande heben sich nicht deutlich ab vom Rest der Republik. Die SPD hat hier viel Mist gebaut um es einmal klar zu sagen und die Kommunisten leiden immer noch unter der Verfolgung durch Nazis, Adenauer und alter Bundesrepublik, 600.000 Westdeutsche, die meisten aus NRW flohen in die DDR aus politischen Gründen meist. Die einen haben dem Sozialismus abgeschworen, die anderen vertreten ihn nicht mehr volksverbunden. Das ehemals positiv besetzte stolze Banner der Egalität, des Fortschrittes, der Emanzipation...der Arbeiterklasse, der Frauenbewegung  gibt aktuell auch in NRW dem Kernland der Arbeiterbewegung in Deutschland ein blasses Bild ab. Die Partei "Die Linke" hat sogar die Bezüge zur Arbeiterklasse weitgehend gelöscht. In Sachsen einem anderen Zentrum der Arbeiterbewegung ist gar die AfD stärkste Partei bei diesen Bundestagswahlen geworden. Diese tritt gegen Eliten und gegen Klerus an - typische Positionen aus der Arbeiterbewegung, aber die AfD ist eine bürgerliche Partei, keine Arbeiterpartei. 
Kritik an Eliten, Religion, Stillstand auch an Migration muss von links kommen. Zu viele haben vergessen wofür die Linke historisch steht. natürlich war dies in Opposition zu einem reaktionären aber wirtschaftlich erfolgreichen Kaiserreich entstanden, bzw., ist bereits vor dessen Entstehung angesiedelt, auch in Opposition zur Kleinstaaterei deutscher Fürstentümer und den Vorrechten des Adels. Die Denke von der Arbeit her ist völlig verloren gegangen, stattdessen überwiegt unverfänglicher, gefälliger bürgerlich liberaler Humanismus. Heute verbinden viele Arbeitsleute die Linke mit Faulheit und Arbeiterfeindlichkeit, nur weil die 68er die Linke von oben her gekapert haben für ihren Marsch durch die Institutionen.  Bereits auf dem Wege zum Abitur werden die Jugendlichen durch Lehrer bürgerlich sozialisiert, die proletarische Sozialisation wird somit wenn vorhanden ausgebügelt. Dem kann die politische Linke nur mit Weltanschauungsarbeit begegnen. Es ist bezeichnend, dass unter den Erstwählern die konsumfreundliche Partei FDP und die bürgerlichen Grünen vorne liegen, bürgerlich war ein Schimpfwort, heute wird es zum Leitbildstandard. Migration sind zudem oft Konsum- und Sicherheits-,  nicht Arbeits- oder Politmigration wie in der Vergangenheit, auch hierdurch wird das bürgerliche verstärkt, hinzu kommt die oftmals rückständige Weltanschauung (Religion, Tradition, Herkunftskultur). Inzwischen machen Migranten einen hohen Teil der Jugend aus, es gibt hierdurch keinen Linksruck, im Gegenteil. Höchste Zeit Migration von der linken Seite her kritisch zu beäugen. Es gibt migrantische Blasen die regelrecht antideutsch und antieuropäisch sind, in dem Sinne dass sie gegen unsere entwicklete kollektive durch Arbeit geprägte Kultur sind. Staaten mit heute meist abfällig von Migrationslobbyisten als "Monokulturen" bezeichnet sind durchaus sehr erfolgreich, insbesondere in der Bildung (Korea, Japan...). Sie sind auch nicht ruhiger, kommt es zu politischen Unruhen dann sind diese meist sehr tiefgehend, da weite Teile des Volkes erfaßt werden. Es ist keine Bereicherung wenn Migranten ausschließlich zum Vorteil ihrer Ethnie auf die Straße gehen, dass ist rassistisch, ein Rückschritt, Ethnisierung von Politik ist ein Tiefpunkt von Politik und führt langfristig zur Ethnisierung der Mehrheitsethnie mit den bekannten Folgen. Es muss die Linke sein, die gegen Multikulti ist weil Multikulti rassistisch und reaktionär sein kann aber durch den Deckmantel unter Schutz der Bürgerlichen steht.  Viele linke Sprüche und Slogans der vergangenen Jahrzehnte haben sich als unwahr erwiesen, dies gilt es zur Kenntnis zu nehmen, zu revidieren und sich eines Besseren zu besinnen. Die  Slogans waren zudem oft sehr bürgerlichen Ursprungs und einem anderen Kontext geschuldet, indem man zu dem Zeitpunkt Mehrheiten in der Generation gewinnen wollte, wurde sehr massenkompatibel, cool, provokant, frech formuliert. Das die Slogans heute in der Linken mehr als die Schriften von Friedrich Engels als "Makierung" gelten, nur ein deutliches Zeichen der "gefühlten lifestyle Politik" statt einer bevölkerungsorientierten, volksverbundenen Politik der Arbeit. Die Deutschen stehen politisch weiter links als man denkt, auch AfD Wähler sind zu einem guten Teil Linke.
Wahlbeteiligung
9.962.420 Wählerinnen und Wähler (76,4%)
74.759 Stimmen ungültig (0,8%)
 
SPD                                  2.880.012       29,1%         + 3,2%  (Stimmen von Die Linke?)
CDU                                 2.566.856       26,0%        - 6,7%
Die Grünen                       1.587.039      16,1%        + 8,5% (Stimmen von CDU und FDP?)
FDP                                   1.130.066     11,4%         -1,7%
AfD                                       717.479      7,3%         - 2,2%
Die Linke                             366.918      3,7%         - 3,8% !!!
Tierschutzpartei                    136.171     1,4%         + 0,6%
Die Partei                             108.549       1,1%         +0,3%
Die Basis                                98.951      1%
Freie Wähler                           67.922      0,7%        +0,4%
Team Todenhöfer                    65.134     0,7%
Piraten                                    36.798     0,4%          -0,1%
Volt                                         36.008     0,4%
Liebe                                      12.946     0,1%
Gesundheitsforschung           11.667     0,1%
Bündnis C                              10.190     0,1%
LfK                                           9.195     0,1%
NPD                                         8.959     0,1%     -           0,1%
ÖDP                                         8.056     0,1%
Die Humanisten                        7.687    0,1%
V-Partei                                    6.634     0,1%
du                                             4.744     0,0%
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