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Raumfahrt: China mit eigenem Rover auf dem Mars

1971 landete mit der sowjetischen Mars 3 die erste Sonde weich auf dem Mars.
Viking 1 schaffte am 20. Juli 1976 als erste US-amerikanische Sonde eine weiche Landung.
Die zwei Versuche der ESA in 2003 und 2011 scheiterten wie auch die meisten Versuche der Sowjetunion und der USA. Die USA haben den Planeten in den letzten zwanzig Jahren mehrfach aufgesucht, Japan in 2020 ebenfalls aber pragmatisch unter der Flagge der VAE. Am 30. Juli 2020 startete die NASA den Rover-Mission Perseverance (Mars 2020).
NASA: Am 18. Februar 2021 landete der Rover erfolgreich im 250 Meter tiefen Jezero-Marskrater. Ziel des Projekts ist unter anderem die Suche nach Hinweisen auf potenzielles mikrobielles Leben in der Vergangenheit des Planeten.
Die erste Expedition mit chinesischer Beteiligung, Mission Yinghou-1 war ebenfalls ein Fehlschlag. Allerdings war dies eine Gemeinschaftsaktion mit Rußland, die chinesische Sonde war nur ein kleiner Teil der russischen Sonde. Diese scheiterte an einem neuralgischen Punkt. Die Sonde wurde am 8. November 2011 von Baikonur als Huckepacknutzlast der russischen Marssonde Fobos-Grunt mit einer Zenit-3F-Rakete gestartet. Die Zusammenarbeit von China und Russland bei dieser Mars-Mission war 2007 vereinbart worden. Da der Einschuss in die Übergangsbahn zum Mars unterblieb, konnte die Sonde nicht den Parkorbit verlassen. Am 15. Januar 2012 trat Yinghuo-1 zusammen mit Fobos-Grunt in die Erdatmosphäre ein und verglühte über dem Ostpazifik.
Diese zweite und erste völlig eigenständige Expedition ist nun geglückt. In der Volksrepublik ist die freude groß. Die jungen Raumforscher Chinas sind hochmotiviert für weitere Vorhaben. Damit bekommt die Raumforschung einen neuen Schub.
Tianwen-1 (chinesisch 天問一號 / 天问一号, Pinyin Tiānwèn Yīhào – „Himmelsfrage 1“). Sie besteht aus einem Orbiter, einem Landegerät und einem Rover. Die Sonde wurde am 23. Juli 2020 mit einer Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 5 gestartet und erreichte am 10. Februar 2021 als erste chinesische Marssonde eine Umlaufbahn um den Planeten. Der Rover Zhurong landete am 14. Mai 2021 um 23:18 Uhr UTC in der Utopia Planitia.
China hat bereits einen Rover erfolgreich auf dem Mond eingesetzt.
In 2026 soll von NASA/ESA erstmals Marsgestein zur Erde verbracht werden, dies wäre ein Meilenstein in der Marsforschung und in den Marsexpeditionen.
Weitere Pläne der NASA und ESA zur Marserforschung enthalten unter anderem das Aussetzen von kleineren Flugzeugen in der Atmosphäre und – frühestens 2026 – die Rückführung von Marsproben des Rovers Perseverance zur Erde (Mission Mars Sample Return). Dieser wird mittels Kernlochbohrung Proben entnehmen und sie auf seiner Strecke kontaminationssicher ablegen. Der Fetch Rover soll diese Proben einsammeln und sie zu einem Rückkehrmodul bringen. Dies wird die erste, geplante Rückführung von Objekten zurück zur Erde.
Die DLR zeigt auf Ihrer Homepage Ergebnisse der Mission an: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2021/01/20210216_blick-auf-de...
Die überfällige gemeinsame Mission von ESA und Roskosmos muss nun jedoch auf 2022 verschoben werden. Bereits seit 2018 wird der Start immer wieder verzögert und so konnte die USA Expedition sogar noch vor der Russisch/EU Mission landen. Es steht zu befürchten dass die ESA von den USA unter Druck gesetzt worden ist. Es wäre wirklich sehr Schade auf dieses wichtige Signal der Kooperation mit unserem europäischen Nachbarn zu verzichten. Der nach der berühmten Chemikerin Rosalind Franklin benannte Rover sollte eigentlich schon 2018 starten.
Es gibt auf der Homepage der ESA umfangreiche Informationen zu dieser Gemeinschaftsaktion, dem Augenschein nach scheint alles Besten vorbereitet zu sein und diese wichtige Expedition könnte alsbald starten. Der Rover ist hervorragend ausgestattet und dürfte bisland das technisch versierteste Gerät auf dem Mars werden. Größere Tiefen als die NASA/ESA Kooperation kann der nächste Marsrover der ESA-Mission ExoMars 2022 „Rosalind Franklin“ erreichen, der am 10. Juni 2023 in Oxia Planum landen soll. Mit ihm können Bohrproben aus einer Tiefe von bis zu 2 Metern an die Oberfläche gebracht werden und direkt vor Ort im Inneren des Rovers mit hochspezialisieren Instrumenten auf Biosignaturen untersucht werden. Damit würden Daten live auf der Erde vorliegen.
https://www.esa.int/esearch?q=Rosalind+Franklin
Zu erwarten sind nun weitere Versuche verschiedener Nationen und unter Umständen von privaten Superreichen.

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