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DEG stellt 1,6 Mrd. EUR für Investitionen in Entwicklungsländern bereit

Seit zwei Jahren DEG Geschäftsführerin, Christiane Laibach.

DEG stellt 1,6 Mrd. EUR für Investitionen in Entwicklungsländern bereit
Köln (Pressemitteilung der DEG) -

- Neuer Höchstwert im Geschäftsjahr 2016
- 871 Mio. EUR für kleine und mittlere Unternehmen
- Business Support Services schaffen zusätzlichen Mehrwert
Die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH konnte 2016 rund 1,6 Mrd. EUR für Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern zusagen (2015: 1,1 Mrd. EUR). Das ist der höchste Wert in ihrer fast 55-jährigen Geschichte. Die DEG war im vergangenen Jahr noch stärker als Finanzierer und Ratgeber gefragt. Mit den DEG-Zusagen 2016 werden unternehmerische Investitionen in Höhe von insgesamt 6,6 Mrd. EUR ermöglicht.
"Unser Geschäft hat sich im letzten Jahr sehr dynamisch entwickelt. Das DEG-Portfolio beläuft sich aktuell auf 8,6 Mrd. EUR. Private Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind, setzen auf unsere Erfahrung und unser Wissen, Investitionen dauerhaft erfolgreich zu machen", betonte Bruno Wenn, Sprecher der DEG-Geschäftsführung.
Rund 60 % der Neuzusagen 2016 waren für kleine und mittlere Unternehmen und den Mittelstand bestimmt. Damit trug die DEG erneut dazu bei, das in vielen Entwicklungsländern unzureichende Angebot an Finanzierungen für diese Unternehmen zu verbessern.
So finanzierte die DEG in Nigeria Erweiterungsinvestitionen des Gebäckproduzenten Beloxxi Industries Ltd. mit. Das Unternehmen kann so seine Produktion mit deutscher Anlagentechnik ausbauen und rund 300 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. "Mit unserer Beteiligung begleiten wir ein erfolgreiches mittelständisches Familienunternehmen auf seinem Wachstumskurs", so Geschäftsführer Wenn. "Unsere Zusammenarbeit zeigt, wie wir unternehmerische Initiative in Afrika voranbringen und Perspektiven für Menschen schaffen können."
Mit ihren Finanzierungen und Förderprogrammen erreichte die DEG 2016 über 110 deutsche Unternehmen. Sie stellte ihnen 268 Mio. EUR bereit, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Zu diesen Unternehmen gehört die Schlote Gruppe. Der Automobilzulieferer baut in China einen Produktionsstandort auf, seine erste Auslandsinvestition außerhalb Europas.
Mit "Business Support Services" bietet die DEG ihren Kunden auf sie zugeschnittene Beratungslösungen an. 2016 wurden 85 dieser Maßnahmen durchgeführt. "Damit unterstützen wir Unternehmen gezielt dabei, ihre Energieeffizienz zu verbessern oder lokale Beschäftigte zu qualifizieren. Das bringt betriebswirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Mehrwert", so Wenn. So wird etwa in Kenia das Unternehmen Meru Greens Horticulture darin beraten, Vertragsbauern zu schulen. Mit DEG-Förderprogrammen können auch Pilotvorhaben und Machbarkeitsstudien von Unternehmen kofinanziert werden. 2016 wurden 180 Projekte mit rund 30 Mio. EUR gefördert.
Regional betrachtet entwickelten sich die Zusagen für Lateinamerika besonders erfreulich: Mit 507 Mio. EUR war ein Plus von über 60 % zu verzeichnen (2015: 310 Mio. EUR). Damit lag der Kontinent praktisch gleichauf mit Asien mit 512 Mio. EUR. Nach Afrika gingen 331 Mio. EUR, ein Zuwachs um rund 17 % gegenüber dem Vorjahr.
Die meisten Zusagen entfielen auch 2016 mit 592 Mio. EUR auf den Finanzsektor. Die DEG finanziert in Entwicklungsländern Banken und Fonds, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen langfristiges Kapital bereitstellen. Auch für Investitionen der verarbeitenden Industrie stellte die DEG mit 319 Mio. EUR mehr Mittel bereit.
Die DEG erwartet, dass sie sich auch 2017 in einem herausfordernden Marktumfeld bewegen wird. Sie strebt ein Neugeschäft auf dem Niveau von 2016 an. "Unsere Kunden können darauf zählen, dass wir sie auch in herausfordernden Zeiten verlässlich beraten und begleiten", kommentierte Wenn.

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