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Köln: Trotz Bevölkerungszuwachs niedrigste Arbeitslosenrate seit 1992

Bild: Arbeitslosigkeit in NRW Dez.18 (Quelle Agentur für Arbeit)
 
Der Bundestrend setzt sich auch in Köln fort, die Agentur für Arbeit meldet gute Zahlen.  Im Bereich des ALG I  wurden von der Arbeitsagentur in 2018 im Jahresschnitt 12.756 Kölnerinnen und Kölner betreut, die Jobcenter Köln, verantwortlich für ALG II (Hartz4 Grundsicherung)  zählt im Jahresschnitt 33.211 Arbeitslose. Das sind nun harte Zeiten für Arbeitsvermittler, gute Zeiten für die Weiterbildung. Die Agentur nimmt Geld in die Hand für Berufsbildung, Weiterbildung und weitere Qualifizierungs- und Hilfsmaßnahmen wie einfaches Coaching.
2018: Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1992 , 2019: Das Jahr der Qualifizierungen
  Positive Bilanz 2018 in Schlagworten:
Ø  Weniger Arbeitslose im Jahresdurchschnitt: 45.968 arbeitslose Kölnerinnen und Kölner; Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent
Ø  Weniger gemeldete Arbeitsstellen: 33.769 Stellenmeldungen seit Jahresbeginn, 3.174 weniger als im letzten Jahr
Ø  Beschäftigung auf neuem Höchststand: 568.635 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Juni 2018
„Im vierten Jahr in Folge sinken in Köln die Arbeitslosenzahlen. Weniger Arbeitslose gab es zuletzt 1992 in der Stadt,“ fasst Johannes Klapper, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Köln die Jahresbilanz des Arbeitsmarktes zusammen. Gestartet hatte das Jahr mit 48.473 Arbeitslosen, im Dezember waren es nur noch 43.595, fast 5000 Arbeitslose weniger. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreicht einen neuen Höchststand. Sie wächst in Köln stärker als im Rest von NRW.
Der Aufschwung auf dem Kölner Arbeitsmarkt hat sich 2018 fortgesetzt. „Die aktuell leichte Abschwächung bei den Stellenangeboten sehe ich nicht kritisch, weil die bestehenden Arbeitsverhältnisse stabil sind. Köln kommt der gute Branchenmix und der überdurchschnittlich ausgeprägte Dienstleistungssektor in der Stadt zugute. Denn Dienstleistungen sind wesentlich weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen als das produzierende Gewerbe“, so Johannes Klapper. Daneben bietet Köln einen gut ausgeprägten Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen und im Handel. Beide Branchen suchen weiterhin nach Fachkräften. Die Suche nach ausgebildetem Personal wird in einigen Berufen immer schwieriger. Deswegen sollten auch die Arbeitssuchenden ohne passende Qualifikation eine Chance von den Arbeitgebern bekommen. Sie können beispielsweise Routineaufgaben der Fachkräfte übernehmen, um diese zu entlasten. So können sie schrittweise an neue Aufgaben herangeführt werden.
Viele Arbeitgeber machen das schon und nutzen die verschiedenen Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit. Auf diese Weise konnte in Köln die Beschäftigung von Helferinnen und Helfern im letzten Jahr gesteigert werden. Trotzdem sind immer noch 62 Prozent aller Arbeitslosen Menschen, die keine verwertbare Ausbildung gemacht haben und daher Helferjobs suchen. „Hier liegen die großen Herausforderungen. Wir müssen es gemeinsam schaffen diese Menschen für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Zum einen bieten wir Arbeitgebern und Arbeitslosen weitgehende Fördermöglichkeiten an, um sich zu qualifizieren. Zum anderen haben wir die Beratung zu Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten intensiviert. Unser neues Beratungscenter im BiZ wird gut angenommen. In Kooperation mit den Kammern und den Kölner Bildungsträgern haben wir mittlerweile ein Netzwerk aufgebaut und beraten dort unabhängig und kostenlos. Jeder, der nach Chancen, Qualifizierungen und Fördermöglichkeiten sucht um sich beruflich weiter zu entwickeln, ist dort auch ohne Termin herzlich willkommen“, erklärt Johannes Klapper das neue Beratungskonzept.
 
Ausblick 2019
 
„Wichtig für die Fachkräftesicherung der Betriebe wird sein, junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern. Im letzten Jahr hatten wir weniger Bewerber für mehr Ausbildungsstellen. Wir wollen die Jugendlichen stärker und früher bei Ihrer Orientierung für ihre berufliche Zukunft unterstützen. In 2019 intensivieren wir deshalb unsere Berufsberatung und werden verstärkt in den Schulen tätig,“ so Johannes Klapper. Mit der „Lebensbegleitenden Berufsberatung vor dem Erwerbsleben“ startet die Bundesagentur für Arbeit neue Angebote an allen allgemeinbildenden Schulen.
 
„Mit dem neuen Jahr erhalten wir zwei neue Instrumente um Qualifizierungen und die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit noch stärker angehen zu können. Zum einen haben wir das Teilhabechancengesetz. Damit können wir Menschen, die schon lange auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind mit einer 100 prozentigen Förderung wieder in Arbeit bringen. Zum anderen das Qualifizierungschancengesetz. Das setzt uns in die Lage, nicht nur die dringend notwendigen Qualifikationen fördern zu können, sondern auch Weiterbildungen zur Anpassungen an die moderne Arbeitswelt. Und das nicht mehr nur für Arbeitslose, sondern auch für Beschäftigte“, so der Chef der Kölner Arbeitsagentur. „Das macht das Jahr 2019 zum Jahr der Qualifikationen.“
 
Alles in allem haben wir ein erfolgreiches Jahr hinter uns und weitere große Aufgaben vor uns. Mit der Prävention vor Arbeitslosigkeit durch eine lebensbegleitende Berufsberatung, verstärkten Weiterbildungsangeboten und einem neu aufgestellten sozialen Arbeitsmarkt haben wir gute Chancen auch 2019 erfolgreich mit unseren Partnern zu gestalten“, so Klapper.
 
 
Arbeitsmarktindikatoren im
Jahresdurchschnitt 2018
 
Die Beschäftigung steigt weiter. Ende Juni 2018, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Köln auf 568.635. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 15.193 oder 2,7%, nach +15.405 oder +2,8% im Vorquartal. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+4.203 oder +5,7%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie, einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes (–427 oder –1,2%).
 
Prozentual ist die Beschäftigung bei den Frauen im Vergleich zum Vorjahr stärker gewachsen als bei den Männern. Im zweiten Quartal 2018 waren 7.904 Männer (plus 2,7 Prozent) und 7.289 Frauen (plus 2,9 Prozent) mehr sozialversicherungspflichtig tätig als ein Jahr zuvor. Ende Juni 2018 sind 262.697, also 46,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Frauen, 305.938 Männer.
 
Sowohl die sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeit als auch die Beschäftigung in Teilzeit steigt. Während die Vollzeitbeschäftigung im Jahresvergleich um 9.659 oder 2,4 Prozent auf 409.620 anstieg, erhöhte sich die Teilzeitbeschäftigung um 5.534 Personen oder 3,6 Prozent auf 159.015 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
 
Prozentual am stärksten erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Ausländer, nämlich um 6.253 oder 8,5 Prozent. Mit 79.630 Beschäftigten liegt ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung damit bei 14 Prozent. Ebenfalls weit überdurchschnittlich stieg die Zahl der älteren Beschäftigten (55 Jahre bis zur Regelaltersgrenze). Ihre Zahl erhöhte sich um 6.315 oder 7,2 Prozent auf 94.490.
 
Köln startete in das Jahr 2018 mit 48.473 Arbeitslosen und beendete es mit 43.595. Das sind 4.878 oder 10,06 Prozent weniger als am Jahresanfang.
 
Die Zahl der Arbeitslosen lag im Jahresdurchschnitt 2018 bei 45.968. Damit waren im Jahresdurchschnitt 2.259 Kölnerinnen und Kölner oder 4,68 Prozent weniger arbeitslos als im Jahr 2017. Im Jahr 2018 mussten sich 40.420 Menschen arbeitslos melden. (Zahl der Entlassungen[1]). Das waren 889 oder 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr.
 
Insgesamt 33.624 Kölnerinnen und Kölner konnten im Jahresverlauf 2018 ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Arbeit[2] beenden. Das sind 697 oder 2 Prozent weniger als im Vorjahr.
 
Das Kundenzentrum der Agentur für Arbeit Köln, verantwortlich für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), betreute im Jahr 2018 jahresdurchschnittlich
12.756 Kölnerinnen und Kölner. Das sind 53 oder 0,4 Prozent weniger als in 2017.
Das Jobcenter Köln, verantwortlich für die Grundsicherung nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II), zählt im Jahresschnitt 33.211 Arbeitslose.
Das sind 2.207 Personen oder 6,2 Prozent weniger als 2017.
Die Arbeitslosenquote liegt im Jahresdurchschnitt bei 7,9 Prozent. Sie sank damit um 0,5 Prozentpunkte gegenüber 2017.
 
Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt im Jahresdurchschnitt in beiden Rechtskreisen. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 2.936 Kölner unter 25 Jahre arbeitslos, 190 oder 6,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Kundenzentrum der Arbeitsagentur (Arbeitslosenversicherung, SGB III) waren mit 1.044 Arbeitslosen unter 25 Jahre im Jahresdurchschnitt 2018 49 oder 4,5 Prozent weniger arbeitslos als 2017.
Im Jobcenter (Grundsicherung, SGB II) waren jahresdurchschnittlich 1.892 arbeitslose Jugendliche gemeldet, 141 oder 6,9 Prozent weniger als 2017.
Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen beträgt 5,1 Prozent, nach 5,6 im Vorjahr. Sie liegt damit um 2,8 Prozentpunkte unter der allgemeinen Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent.
 
 
Ausbildungsmarkt:
 
Bei der Agentur für Arbeit meldeten sich im Laufe des Beratungsjahres weniger Bewerber als im Vorjahr. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen nahm dagegen zu.
5.546 gemeldete Bewerber bedeuten ein Minus von 136 Personen oder 2,4 Prozent gegenüber 2017. Die Anzahl der eingeworbenen Ausbildungsstellen nahm mit 6.777 Stellen um 243 Stellen oder 3,7 Prozent zu. Damit kamen auf jede Ausbildungsstelle rechnerisch 1,2 Bewerber.
Am Ende des Berichtsjahres waren 419 Bewerber noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Das sind 60 Bewerber oder 16,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Hinzu kommen noch 671 Bewerber, die auch einen Ausbildungsplatz suchen, aber auch schon eine Alternative (weiterer Schulbesuch, Studium, Freiwilligendienst…) haben, falls es nicht klappen sollte.
Dem gegenüber standen zum Ende des Berichtsjahres noch 856 unbesetzte Ausbildungsstellen. Das sind 317 oder 58,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die unversorgten Bewerber ergab sich somit eine rein rechnerische Verteilung von 2 Stellen pro Bewerber.
Im Jahr 2018 erreichen die sozialverssicherungspflichtige Beschäftigung und Arbeitskräftenachfrage in Köln einen historischen Höchststand. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt.
Die Wirtschaft befindet sich weiterhin im Aufschwung. Die der-zeit vorliegenden Konjunkturprognosen lassen für 2019 ein leicht schwächeres Wachstum als im Vorjahr erwarten. Der Arbeitsmarkt bleibt weiter aufnahmefähig, wenn auch die Besetzung mit Fachkräften für die Unternehmen schwieriger wer-den wird. Hinzu kommt, dass Teile der Babyboomer Generation in den Ruhestand gehen wird. Weiterhin ist ein – wenn auch abgeschwächter – Beschäftigungsaufbau ist wahrscheinlich (2015: knapp 530.000, 2017: knapp 540.000, 2018: mehr als 568.635 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte). Die Zahl der Arbeitslosen (2015: 52.653, 2016: 49.596, 2017: 48.227, 2018: 45.968) dürfte weiter zurückgehen. Die Zahl der in den Arbeitsmarkt integrierten Flüchtlinge wird ebenfalls weiter zunehmen.
 

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