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Dormagen: 100 jährige Baugenossenschaft verbessert den Bestand

Angesichts der aktuell extrem schwierigen Rahmenbedingungen im Wohnungsbau – massiv gestiegene Baukosten, hohe Zinsen und fehlende Förderinstrumente – ist die wirtschaftliche Erstellung bezahlbarer Wohnungen derzeit kaum möglich.
Die Baugenossenschaft Dormagen sieht sich deshalb gezwungen, beim Neubau bewusst auf die Bremse zu treten. Nicht aus mangelndem Engagement, sondern aus Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern. Tatsächlich setzt sie darauf ihren Bestand noch freundlicher und zeitgemäß zu gestalten.

Baugenossenschaft Dormagen: Bezahlbares Wohnen verantwortungsvoll weiterentwickeln

 

Dormagen, 13.05.2026  I  Die Baugenossenschaft Dormagen richtet ihren strategischen Fokus konsequent auf das aus, was seit 100 Jahren ihr Kernauftrag ist: dauerhaft gutes und bezahlbares Wohnen für ihre Mitglieder und für Dormagen zu sichern.

Vor dem Hintergrund stark gestiegener Baukosten, hoher Finanzierungszinsen und wachsender regulatorischer Anforderungen stellt die Baugenossenschaft Dormagen klar: Sie verabschiedet sich nicht vom Neubau – sie handelt verantwortungsvoll im Sinne ihrer Mitglieder.
 
„Unser Auftrag ist es nicht, möglichst viele Bauprojekte umzusetzen, sondern langfristig bezahlbaren und sicheren Wohnraum zu erhalten“, erklären die Vorstände Martin Klemmer und Christian van Kan. „Wir bauen nicht maximal – wir entwickeln maximal verantwortungsvoll.
 
Verlässlichkeit in herausfordernden Zeiten
Die Baugenossenschaft Dormagen verfolgt bewusst eine wirtschaftlich solide und nachhaltige Strategie. Neubau bleibt grundsätzlich Teil der Zukunftsplanung – allerdings nur dort, wo Projekte langfristig wirtschaftlich tragfähig sind, und bezahlbare Mieten ermöglichen. Bezahlbarer Wohnraum lässt sich nur schaffen, wenn Projekte solide und nachhaltig finanziert sind. Neubauten, die langfristig Defizite erzeugen würden, wären weder im Interesse unserer Mitglieder noch wirtschaftlich verantwortbar.
 
„Als Genossenschaft tragen wir Verantwortung für das Vermögen unserer Mitglieder und für die Stabilität unseres Wohnungsbestands. Deshalb werden wir keine riskanten Bauprojekte eingehen, die dauerhaft wirtschaftliche Belastungen verursachen würden“, so der Vorstand.
 
Gerade in Zeiten großer Unsicherheit sieht die Genossenschaft ihre Aufgabe darin, Verlässlichkeit zu bieten – für Familien, Senioren, langjährige Mitglieder und alle Menschen in Dormagen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.

 

 

 

Bestand vor Expansion: Investitionen in Lebensqualität
Mit rund 2.210 Wohnungen bleibt die Baugenossenschaft Dormagen einer der wichtigsten Anbieter bezahlbaren Wohnraums in der Stadt. Der Schwerpunkt liegt künftig noch stärker auf der Weiterentwicklung des bestehenden Wohnungsbestands und der Qualität der Quartiere.
 
Dazu zählen insbesondere die energetische Modernisierung, der altersgerechte Umbau, eine nachhaltige Quartiersentwicklung, die konsequente Weiterentwicklung digitaler Prozesse, Leerstandsvermeidung sowie die Aufwertung des Wohnumfelds.
 
Bereits heute investiert die Genossenschaft jährlich erhebliche Mittel in die Modernisierung ihrer Gebäude. Diese Investitionen sollen in den kommenden Jahren gezielt ausgebaut werden – auch mit Blick auf die Klimaziele und einen langfristig werthaltigen Gebäudebestand.
 
Die Baugenossenschaft Dormagen will dabei Vorreiterin für nachhaltige Lösungen werden – unter anderem bei Photovoltaik, Mieterstrommodellen, serieller Sanierung und ESG-konformen Finanzierungsmodellen.
 

Nah an den Menschen
Als lokal verwurzelte Genossenschaft verfolgt die Baugenossenschaft Dormagen konsequent eine quartiersorientierte Wohn- und Nachbarschaftsentwicklung. Im Mittelpunkt stehen lebenswerte Quartiere, starke Nachbarschaften und ein Wohnumfeld, das Gemeinschaft fördert.
 
Die Baugenossenschaft Dormagen versteht sich zunehmend nicht nur als Vermieterin, sondern als aktive Partnerin für das Zusammenleben in den Quartieren. Deshalb werden Angebote in den Bereichen Nachbarschaft und Gemeinschaft, Seniorenunterstützung, soziale Integration, Mobilität sowie gemeinschaftliche Treffpunkte gezielt weiterentwickelt.
 
Besondere Bedeutung hat dabei die Weiterentwicklung des Stadtteils Horrem. Der Quartierstreff als „Herzstück“ bildet bereits heute einen wichtigen Ort der Begegnung und Unterstützung.
 

Bezahlbares Wohnen braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Gleichzeitig macht die Baugenossenschaft deutlich, dass bezahlbarer Neubau unter den aktuellen Bedingungen kaum wirtschaftlich realisierbar ist – selbst für gemeinwohlorientierte Wohnungsanbieter.
 
Die Genossenschaft fordert daher verlässliche politische Rahmenbedingungen darunter wirksame Förderprogramme, vereinfachte Baustandards, schnellere Genehmigungsverfahren sowie mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit.
 
„Unser Ziel bleibt unverändert: gutes und bezahlbares Wohnen für unsere Mitglieder und für Dormagen dauerhaft zu sichern aktiv mitzugestalten. Dafür braucht es wirtschaftlich tragfähige Lösungen und verlässliche Rahmenbedingungen“, betont Martin Klemmer abschließend.
 
Die Baugenossenschaft Dormagen bleibt damit ihrem genossenschaftlichen Auftrag treu: langfristig Lebensräume zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft für Dormagen zu sichern.

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